Zusammenleben von Juden, Christen und Muslimen in historischer Sicht

Termin: 21. bis 24. Februar 2019
Ort: Donau-Universität Krems, Trakt West, Raum 1.03

mit Professor Em. Dr. Stefan Schreiner (Universität Tübingen)
PD Dr. Martha Keil (Institut für jüdische Geschichte Österreichs, St. Pölten)
Senad Kusur, MA (Donau-Universität Krems, Zentrum Religion und Globalisierung), u.a.
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Tag des Judentums 2019 in Linz

Zeitreise zu Orten jüdischen Lebens und Glaubens in Linz.
Tag des Judentums 2019

Am Do., 17.1.2019 folgten über 180 BesucherInnen, darunter auch Bischof Dr. Manfred Scheuer und Bischof em. Dr. Maximilian Aichern der Einladung des christlich-jüdischen Komitees OÖ zum diesjährigen Tag des Judentums an der Katholischen Privat-Universität. Außerdem konnte auch Mag. Dr. Walter Schuster, Direktor des Archivs der Stadt Linz, als Ehrengast begrüßt werden. Die ReferentInnen Casimir Paltinger; Wolfram Starczewski, Mag.a Verena Wagner; Mag. Günter Merz und Dr.in Charlotte Herman führten gemeinsam mit Mag.a Gudrun Becker, Leiterin des christlich-jüdischen Komitees, mithilfe von Stadtplänen, Videoeinspielungen, Dialogsequenzen, Fotos und Bildern, Plänen, Familiengeschichten und persönlichen Erinnerungen durch die Geschichte jüdischen Lebens und Glaubens in Linz vom 14. bis ins 20. Jahrhundert.

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Ökumenischer Gottesdienstes am Tag des Judentums in Graz

„Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht“ lautete das Thema des ökumenischen Gottesdienstes am Tag des Judentums (17. Jänner), der dieses Jahr in der Heilandskirche stattfand. Die biblische Lesung (3. Mose 19) wurde diesmal von Schauspielstudierenden der Kunstuniversität Graz (Univ.-Prof. Werner Strenger) von verschiedenen Orten des Kirchenraumes aus zu Gehör gebracht. Mit diesem biblischen Wort standen die Gebote im Zentrum des Gottesdienstes, die zu sozialem und solidarischen Verhalten auffordern. Dr. Stefanie Plangger, katholische Theologin und Geschäftsführerin des Koordinierungsausschusses für christlich-jüdische Zusammenarbeit, konzentrierte sich in ihrer Predigt auf das in der Tora zentrale Gebot der Nächstenliebe und interpretierte es in der ebenfalls möglichen Übersetzung „Du sollst deinen Nächsten lieben, denn er ist wie du“. Mit dieser Lesart werde eine Nähe zum anderen geschaffen, die allein durch das Menschsein begründet ist, gleichzeitig werde aber auch eine heilsame Distanz zum Nächsten gewahrt. Denn er ist eben gerade nicht wie ich. Das Gebot der Nächstenliebe, das wir Christen wie auch andere wesentliche Glaubensinhalte der jüdischen Tradition zu verdanken haben, habe sich im praktischen Tun auszuwirken, so z.B. auch in christlich-jüdischer Zusammenarbeit, so Dr. Plangger.
Der Gottesdienst wurde von einem Team aus dem Vorstand des Grazer Komitees unter Leitung von Dr. Peter Ebenbauer vorbereitet und von VertreterInnen der Römisch-katholischen, der Evangelischen, der Evang.-methodistischen und der Orthodoxen Kirchen geleitet.
Musikalisch gestaltete den Gottesdienst Kantor Thomas Wrenger an der Orgel.

Sabine Maurer

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Faszination Judentum. Buchpräsentation und Vortrag

Dienstag, 26. März 2019, Beginn 18.00 Uhr
Ort: Koordinierungsstelle für christlich-jüdische Zusammenarbeit, 
1020 Wien, Tandelmarktgasse 5/2-4

 
Dr. Theodor Much, Facharzt für Dermatologie und seit 1990 Präsident der jüdischen Reformgemeinde Or Chadasch ("Neues Licht") Wien, stellt sein Buch vor: „Faszination Judentum. Grundlagen - Vielfalt – Antijudaismus“, 2018 im Verlag LIT erschienen. Er hat sein Werk sowohl für Christen als auch Juden geschrieben und dabei versucht, das breite Spektrum des Judentums leicht verständlich und auch kritisch darzustellen. Zentral sind auch die Themen des religiösen Antijudaismus ("Wer killte Rabbi Jesus?"), des christlichen und islamischen Antisemitismus.
 
Der Abend wird moderiert von Martin Jäggle, Präsident des Koordinierungsausschusses für christlich-jüdische Zusammenarbeit.

Erste Informationen zur Ökumene-Exkursion 2019 mit Hofrat Dr. Ernst Petritsch

Termin: Freitag, 20. September 2019
Ziel: Wiener Neustadt:
Gegründet 1192 als Grenzfestung gegen Ungarn (teils aus dem Lösegeld für Richard Löwenherz); Residenz Kaiser Friedrichs III. († 1493), Geburtsort und Grabstätte Kaiser Maximilians I. (1459-1519); 1522 Wiener Neustädter „Blutgericht“; 1752 Militärakademie in der Burg. –
„Wiener-Neustädter-Kanal“, Südbahn, 1909 erstes Flugfeld Österreichs, Flugzeug- und Lokomotiv-Fabriken, Luftangriffe 1943-45: vollständige Zerstörung Wiener Neustadts.
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Zeitreise zu Orten jüdischen Lebens und Glaubens in Linz

Vor 170 Jahren - im Jahre 1849 - entstand in Linz eine bedeutende jüdische Gemeinde, die allerdings im Zuge des Holocaust 1941-43 vernichtet wurde. Rund 800 Juden lebten 1938 in Oberösterreich, der Großteil in Linz, Steyr und Wels. Unter ihnen waren erfolgreiche Unternehmer, wie die Industriellenfamilien Spitz und Mostny, Ärzte wie Eduard Bloch (er war Hausarzt von Adolf Hitlers 1907 verstorbener Mutter Klara), aber auch viele Familien, die in bescheidenen Verhältnissen lebten.mehr …

6. Einstimmung in den Tag des Judentums – diesmal in Ottakring

Zum sechsten Mal lud die Vernetzte Ökumene Wien West (Dekanate 12-19) zu ihrer „Einstimmung“ in den Tag des Judentums, verstanden als Ergänzung zum Gottesdienst des „Ökumenischen Rates der Kirchen“ aus diesem Anlass, „um nicht nur der gemeinsamen Wurzeln der christlichen Kirchen im Judentum, sondern der christlich-jüdisch gemeinsamen Wurzeln im Glauben an den einen Gott Abrahams“ zu gedenken; und zwar „Christen und Juden gemeinsam!“ - so das Motto der alljährlichen Veranstaltung, erklärte Elisabeth Lutter bei ihrer Begrüßung. Über 120 Gäste waren der Einladung in die Bezirksvorstehung Ottakring gefolgt, um des Hubertempels und der verdienstvollen Familie Kuffner zu gedenken. Auch der Generalsekretär der Israelitischen Kultusgemeinde, Mag. Raimund Fastenbauer, war gekommen und mit ihm der Oberkantor Mag. Shmual Barzilei, um später das Totengebet für die verfolgen und ermordeten Juden aller Pogrome bis in die Shoa zu singen. Ebenso war Dr. Willy Weisz als Vizepräsident des Koordinierungsausschusses für christlich-jüdische Zusamenarbeit anwesend, zusammen mit Präsident Univ.Prof. Dr. Martin Jäggle, der als einer der Referenten später selbst das Wort ergriff.
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Martin Jäggle: Integration – eine Friedensarbeit?!

Der 1938 zerstörte Hubertempel hat uns hier zusammengeführt und wir gedenken auch der vernichteten jüdischen Gemeinde, die ihn erbaut hat, damit er ihrem Lob des Ewigen und ihrem Lernen diene. Wir vermissen heute nicht nur das Gebäude, sondern auch die Jüdinnen und Juden dieser Gemeinde. Die Dämonisierung und Entrechtung der jüdischen Bevölkerung hat ihren Ausschluss aus dem gesellschaftlichen Leben gesichert und ihnen das Recht auf Leben genommen. Als es notwendig war, gab es dann zu wenig Gerechte, aber mehr als wir wissen. Derer ist auch zu gedenken. Das gesellschaftliche, politische und kirchliche Paradigma für das Zusammenleben war damals Exklusion der jeweils Anderen. Wäre Integration heute eine Lösung?
Der Anspruch, ja die Forderung nach Integration sind verständlich und doch ambivalent. Woran wäre denn erkennbar, dass Integration gelungen ist? Wenn alle dasselbe essen, trinken, sprechen, sich in gleicher Weise kleiden, verhalten und dieselben Feste feiern? Gelten als voll integriert jene, die sich nicht mehr von der Mehrheitsgesellschaft unterscheiden oder wenn die Mehrheitsgesellschaft sie nicht mehr als störend empfindet?
Biblisch lässt sich kein Anspruch auf eine so verstandene Integration begründen. Kein Bibeltext ist im Kontext einer homogenen Gesellschaft entstanden. Migrationserfahrungen aller Art prägen die Bibel, alle sozialen Forderungen orientieren sich am Gemeinwohl, sogar wenn Israel in der Minderheit ist wie im babylonischen Exil, gilt: „Suchet das Wohl der Stadt, in die ich euch weggeführt habe, und betet für sie zum HERRN; denn in ihrem Wohl liegt auch euer Wohl!“ (Jer 29,1) Gemeinwohl wird nicht durch Einordnung oder Unterordnung verwirklicht. Zu diesem Gemeinwohl gehört der gesellschaftliche Zusammenhalt und gehört die Sorge um ein gutes Leben für alle, und die sind verschiedenen.
Die Demokratiefähigkeit einer Gesellschaft entscheidet sich am Umgang mit Verschiedenheit. Wir brauchen eine „Kultur der gegenseitigen Anerkennung“ (Charles Taylor), wir brauchen eine Schule des gemeinsamen Lernens an Unterschieden. Wer - aus welchen Gründen auch immer - meint, Vielfalt bekämpfen zu müssen, schwächt zugleich die Menschenrechte. Denn aus menschenrechtlicher Sicht sollen alle Menschen „die Chance haben, eigene Lebensentwürfe in Freiheit zu finden und zu verwirklichen.“ (Heiner Bielefeldt)
Integer bedeutet unversehrt und Integration demnach Wiederherstellen einer Einheit. Diese Einheit kann nur eine „Einheit in Vielfalt“ sein, so das Motto der EU. Ohne Dialogprozesse, ohne Prozesse der Auseinandersetzung und Verständigung wird diese Art der Integration aber nicht möglich sein. Zwei wichtige Praxisformen des Dialogs seien hier benannt:
– „side by side“: Hier geht es um gemeinsame Förderung von Gemeinwohl und Gerechtigkeit, wofür gegenseitiger Respekt und Offenheit notwendig sind. - „face to face“: Hier geht es um ein Gespräch, in dem auch Schmerz- und Kritikpunkte benannt werden, in der Begegnung zu Freundschaft werden und der spirituelle Reichtum geteilt werden kann.
Wir brauchen neue Formen des Miteinanders verschiedener kultureller und religiöser Beheimatungen und sozialer Herkünfte. Der Prophet Heskiel, den meisten unter Ezechiel bekannt, gibt Israel Hoffnung, vielleicht auch uns:
„Ich gebe euch ein neues Herz und einen neuen Geist gebe ich in euer Inneres. Ich beseitige das Herz aus Stein aus eurem Fleisch und gebe euch ein Herz aus Fleisch.“ (Ez 36,26)

ÖRKÖ Gottesdienst

EINSTIMMUNG IN DEN TAG DES JUDENTUMS 2019 IN OTTAKRING

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Einladung

Weihnachten

Der Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit wünscht Ihnen allen gesegnete Weihnachten und ein gutes neues Jahr 2019!

Frieden, Frieden, dem Fernen und dem Nahen!
hat ER  gesprochen, ich heile ihn.
Jesaja 57,19

Religionskompetenz in der Migrationsgesellschaft!

Im Februar 2019 startet im Kardinal König Haus erstmals der Lehrgang Religionskompetenz in der Migrationsgesellschaft! Ein Lehrgang für alle, die in ihrem Arbeitskontext mit religiöser Vielfalt zu tun haben.

Zunehmende Komplexität durch Migration bringt Fragen nach einem Umgang mit religiöser Vielfalt mit sich. Religion ist für viele Menschen mit Migrationshintergrund ein wichtiger Teil ihrer Identität. Im beruflichen Kontext sind Fachkräfte nicht nur mit religiöser Diversität konfrontiert, sondern auch mit dem eigenen Nähe- oder Distanzverhältnis zu Religion. Dies führt zu einem Spannungsfeld, welches gleichermaßen Wissen und Reflexion über Religion/en erfordert.
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Gastvortrag Anita Haviv-Horiner

Jüdische und israelische Gedenkkultur: Persönliche und gesellschaftliche Perspektiven

24. Jänner 2019, 18.30 Uhr – Seminarraum 5, Schenkenstraße 8-10, 1010 Wien


Der Vortrag geht folgenden Fragen nach:
Welchen Stellenwert hat Gedenkkultur für mich, meine Familie und die Gesellschaft in der ich lebe? Woran erinnern wir uns und warum? Was verdrängen wir?
Ist kollektive Erinnerung ein trennender oder ein verbindender Faktor zwischen Menschen und Gesellschaften?mehr …

Graz

Chag Sameach!

Pasted GraphicIm Judentum gibt es eine Vielzahl an Festen, welche man in mehrere verschiedene Kategorien einteilen kann. Einige von ihnen nehmen Bezug auf besondere Geschehnisse der Vergangenheit. So auch das achttägige Chanukka-Fest. Neben Purim zählt es zu den fröhlichen Festen des jüdischen Jahreszyklus. Das Gedenken an die Wiedereinweihung des Tempels sowie an die Bewahrung vor einer Zurückdrängung der jüdischen Religion, schließen Hoffnung für Gegenwart und Zukunft ein.
Es wird an die Zeit zurück gedacht, als die Juden unter der Herrschaft der Griechen leiden mussten. Diese machten ihnen das Leben durch neue Gesetze schwer und verboten ihnen sogar, ihre Religion auszuüben. Unter den Griechen kam es zur Entweihung des Tempels, indem er für die griechische Religion umfunktioniert wurde. Eine kleine Schar gesetzestreuer Juden entzogen sich jedoch der Unterdrückung und schafften es, die Feinde zu vertreiben.
In seiner Ausführung erinnert es uns an die Adventszeit. Der Brauch der vier Adventskerzen stammt wohl vom Chanukka-Fest ab, nur dass hier doppelt so viele Kerzen entzündet werden. Während der acht Tage von Chanukka werden jeweils nach Sonnenuntergang die Kerzen der Chanukkia von links nach rechts entzündet. Am Abend des 24. Kislew fängt man mit der ersten Kerze an. Wenn die letzte Kerze entzündet ist, werden spezielle Chanukka-Lieder gesungen, die Kinder werden beschenkt und Süßigkeiten und Leckereien verzehrt. Ursprünglich wurden am achten Abend keine Geschenke überreicht. Dieser eingeführte Brauch ist Zeichen für eine gewisse Anpassung an die christliche geprägte Gesellschaft, in der Weihnachten zu einem Fest wurde, bei dem Geschenke eine zentrale Rolle spielen.


Chag Sameach! Schöne Feiertage!

Wir beten für das Wohlergehen der Jüdinnen und Juden dieser Stadt. Sie zünden in diesen Tagen die Chanukka-Lichter als Erinnerung an den siegreichen Befreiungskampf der Makkabäer, die Wiedereinweihung des Tempels zu Jerusalem und all die Wunder, die der Ewige Seinem Volk Israel widerfahren hat lassen. Wir bitten Ihn Seine Hand weiter schützend über sie zu halten.

TRIALOG 4: DAS BÖSE

Eine Kooperation zwischen der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien und Ö1, Abteilung Hörfunk Religion des ORF.

Es diskutieren: Gemeinderabbiner Schlomo Hofmeister (Israelitische Kultusgemeinde, Wien), Farid Suleiman (Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg), Regina Polak (Institut für Praktische Theologie, Universität Wien).

Kriege und Gewaltexzesse, gesellschaftspolitische Spannungen quer über den Erdball, Polarisierungen und zunehmende Menschenfeindlichkeit – sind diese Phänomene historisch, sozialwissenschaftlich oder psychologisch ausreichend erklärbar oder einfach nur "wirklich"? Was aber macht dieses "Böse" genau aus? Ist es ein Tabu, diesen Fragen nachzugehen? Und wenn ja, warum? Wird damit nicht auch eine Realität ausgeblendet, die man nicht unterschätzen sollte? Was sagen Judentum, Christentum und Islam zu diesen Fragen? Auch wenn die Frage nach dem "Seins-Status" des Bösen aus religiöser Sicht keinesfalls geklärt ist, so gehört die Auseinandersetzung mit diesem Phänomen zum Kern dieser Traditionen. Der TRIALOG 4 wird diesen Fragen nachgehen.

Datum: 6. Dezember 2018, 19.00 – 21.00 Uhr
Ort: RadioCafe, ORF-Zentrum Argentinierstrasse 30a, 1040 Wien
Um Anmeldung wird gebeten: monika.mannsbarth@univie.ac.at

Seminarreihe „Interreligiöser Dialog“

Vier Seminare, Dezember 2018 – Dezember 2019

Seminar 1: „Dialogische Kommunikation“
Termin: Do., 13. Dezember – So., 16. Dezember 2018, jeweils 9.00 – 17.00 Uhr
Orte: Donau-Universität Krems/ Universität Wien

Programm:
13.12.: Einführung in Grundlagen und Methoden gewaltlosen Kommunikation nach Marshall Rosenberg
(Dr. Karoline Bitschnau, Akademie für soziale Kompetenz, St. Martin bei Lofer)

Einführung in den Dialog: Dialogmethode auf Basis von D. Bohm/ W. Isaacs (PD Dr. Ernst Fürlinger, Donau-Universität Krems);
Einführung in den interreligiösen Dialog (Ernst Fürlinger, Senad Kusur, MA, Donau-Universität Krems)

Gesellschaftlicher Dialog: Das Modell und die Dialogmethode der Vorarlberger Bürgerräte als Erneuerung der Demokratie
(Dr. Kriemhild Büchel-Kapeller, Büro für Zukunftsfragen Bregenz); Ethik des Dialogs (Ernst Fürlinger, Senad Kusur)

16.12. Einführung in das Judentum (Prof. Dr. Gerhard Langer, Universität Wien)
Jüdische Vielfalt in Wien (Stadtführung)

Teilnahmegebühr: Euro 480,-, einschließlich Unterlagen
Anmeldung: Senad Kusur, e-mail: senad.kusur@donau-uni.ac.at
Anmeldefrist: 23. November 2018
Jedes Seminar kann einzeln gebucht werden.

Weitere Seminare:

Seminar 2: Beziehungen zwischen Juden, Christen und Muslimen aus historischer Sicht
Termin: 21.-24. Februar 2019
mit Prof. Dr. Stefan Schreiner, Universität Tübingen; PD Dr. Martha Keil, Institut für jüdische Geschichte Österreichs, St. Pölten; u.a.

Seminar 3: Einführung in den christlich muslimischen Dialog
Termin: 27.-30. Juni 2019
mit Prof. Dr. Roman Siebenrock, Universität Innsbruck; Prof. Dr. Susanne Heine, Universität Wien; Senad Kusur, MA, Donau-Universität Krems

Seminar 4: Theologien des religiösen Pluralismus in interreligiöser Perspektive
Termin: 12.-15. Dezember 2019
mit Prof. Dr. Susanne Talabardon, Universität Bamberg; Prof. Dr. Reinhold Bernhardt, Universität Basel; Senad Kusur, MA

Einladung

Pogromgedenken: Kirchen fordern Erinnerung und Achtsamkeit ein

Die Erinnerung an die tragischen Ereignisse von 1938 ist stets notwendig, es braucht jedoch auch besondere Achtsamkeit auf gefährliche Entwicklungen in der Gegenwart: Das war der Tenor am Freitagabend beim diesjährigen ökumenischen Gottesdienst in der Wiener Ruprechtskirche zum Gedenken an die nationalsozialistischen Novemberpogrome, die sich heuer zum 80. Mal jähren. Den Gottesdienst gestalteten u.a. der Vorsitzende der Superiorenkonferenz der Männerorden, Abt emeritus Christian Haidinger, der evangelische Bischof Michael Bünker, der griechisch-orthodoxe Priester Athanasius Buk und der altkatholische Bischof Heinz Lederleitner. Unter den Teilnehmern waren auch der Vorsitzende des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich, Landessuperintendent Thomas Hennefeld, und der Wiener lutherische Superintendent Hansjörg Lein.mehr …

Mechaye Hametim

Mechaye Hametim – Der Die toten auferweckt
Bedenktage zum gedenken der Novemberpogrom 1938


Zum 80. Mal jähren sich heuer die Gräuel der Novemberpogrome. Die diesjährigen Bedenktage scheinen auch ob der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen brisant.
Am 9. November, dem Jahrestag, nehmen die Spitzen der Kirchen Österreichs am Gedenkgottesdienst in der Ruprechtskirche teil, auch in der Nacht der Erinnerung auf den 10. November steht das Gedenken an die in der Schoa umgekommen Juden im Mittelpunkt.

Otto Friedrich

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Kabbalah

Das Institut für Judaistik möchte auf folgende Ausstellung hinweisen:

Kabbalah

31.10.2018 - 03.03.2019

Jüdisches Museum Wien (Dorotheergasse 11, 1010 Wien)mehr …

„Die wirklichen Zeugen“

Herzliche Einladung
zur
Vorstellung des Spurensuche-Projektes und Buches

„Die wirklichen Zeugen“
Lebensspuren deportierter und ermordeter jüdischer Menschen aus dem 18. Wiener Bezirk mit Schwerpunkt Weinhaus

Wann: Mittwoch, den 14. November 2018 um 19:45

Wo: im Josefsaal der Pfarre Weinhaus, Gentzgasse 140.

Wer: das Team der „Spurensucher“

Festvortrag: Univ.-Prof. Dr. Martin Jäggle: „Über die Zukunft des Gedenkens“

Moderation: Dr. Stefan May
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8. „MAIMONIDES LECTURES“


Für Judentum und Christentum ist der Auszug des Volkes Israel aus Ägypten ein zentrales Ereignis der Heilsgeschichte. Auch für die islamische Tradition ist der Exodus von großer Bedeutung. Er ist daher für die „Maimonides Lectures“, die dem Gespräch zwischen Wissenschaften und den Abrahamitischen Religionsgemeinschaften gewidmet sind, ein naheliegendes Thema.
Der Auszug aus Ägypten, ursprünglich die Geschichte einer politischen Befreiung, wurde in der Tradition von Judentum und Christentum als Chiffre für den emanzipatorischen Weg aus der Unfreiheit auch in psychischer Hinsicht gedeutet, was im Titel: „Der Weg ins Freie" des 8. Symposions der ,,Maimonides Lectures" Ausdruck findet.
Von Anfang an wurde die Befreiung auch als Heilung gedeutet. Gottes Selbstaussage im Exodus „Ich bin der HERR, dein Arzt" (2. Mose 15, 26) wurde während des Auszugs in der Wüste zum Volk Israel gesprochen. Daher bildet die Geschichte des Auszugs aus Ägypten den Ausgangspunkt auch für das Gespräch zwischen Gesundheitswissenschaften und Abrahamitischen Religionen.
Die wissenschaftliche Leitung der „Maimonides Lectures“ liegt in der Hand der wirklichen Mitglieder der Österreichischen Akademie der Wissenschaften w.M. Univ.-Prof.in Dr.in Patrizia Giampieri-Deutsch (Karl Landsteiner Universität für Gesundheitswissenschaften und Universität Wien) und w.M. em. O. Univ.-Prof. Dr. Hans-Dieter Klein (Universität Wien).
Die „Maimonides Lectures“ sind eine gemeinsame Unternehmung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, der Abrahamitischen Religionsgemeinschaften Österreichs, der Karl Landsteiner Universität für Gesundheitswissenschaften (KL) unter der Schirmherrschaft des Amtes der NÖ Landesregierung sowie der Kirchlich-Pädagogischen Hochschule Wien-Krems und des Christlich-jüdischen Koordinierungsausschusses, und etablieren somit kooperative, nachhaltige Forschung auf Exzellenzniveau.
Die „Maimonides Lectures“ werden vom Land Niederösterreich, den Abrahamitischen Religionsgemeinschaften Österreichs, der Stiftung des Senators Prof. Dr. Herbert Batliner und dem Benediktinerstift Admont gefördert.
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DIE SCHOAH HAT TIEFE RISSE HINTERLASSEN

Gemeinsames Statement der Israelitischen Kultusgemeinde Wien und des Ökumenischen Rats der Kirchen in Österreich anlässlich des 80. Jahrestages der Novemberpogrome (9. November 2018)

Anlässlich des 80. Jahrestages der Novemberpogrome und in Erinnerung an das Versagen der Kirchen und der Gesellschaft insgesamt, das in den Gräueltaten des 9. Novembers 1938 in unfassbarer Weise sichtbar wurde, haben die Israelitische Kultusgemeinde Wien und der Ökumenische Rat der Kirchen in Österreich eine gemeinsame Erklärung herausgegeben. Christen und Juden bekennen sich heute dazu, gemeinsam im Gespräch zu bleiben und sich für Frieden und gegen jegliche Gewalt und Ausgrenzung einzusetzen.

Die gemeinsame Erklärung hat folgenden Wortlaut:mehr …