Der Vorstand des Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit ist entsetzt über das Attentat auf die jüdische Gemeinde von Halle/Saale

Der Vorstand des Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit ist entsetzt über das Attentat auf die jüdische Gemeinde von Halle/Saale, der er sich zutiefst verbunden weiß. Er trauert um die Opfer und ist voll Mitgefühl für deren Angehörige und die Verletzten. Empört ist der Vorstand darüber, was eine so bösartige Tat möglich macht, eine fastende und betende jüdische Gemeinde an ihrem heiligsten Tag versuchen auszulöschen. Das Attentat zeigt in erschreckender Weise, wohin Rechtsradikalismus, Antisemitismus und Judenfeindschaft führen können.
Dass in Europa - und auch in Österreich – jüdische Gemeinden nur unter Polizeischutz beten und feiern können, ist eigentlich unerträglich und darf nicht einfach als Normalität hingenommen werden. Die Sicherheitsvorkehrungen sind leider unerlässlich, aber letztlich zählt der Einsatz gegen Antisemitismus und Judenfeindschaft, damit jüdische Gemeinden sicher und ohne Angst in unserem gemeinsamen Land gut leben können, in einer Gesellschaft, in der man ohne Angst verschieden sein kann. Dazu will auch unser ökumenischer Praxistag „Judentum in Religionsunterricht, Verkündigung und Liturgie“ am 21. November 2019 in Salzburg beitragen, zu dem alle Interessierten eingeladen sind.

Univ. Prof. ret. Dr. Martin Jäggle

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