"Mechaye Hametim": Christen gedenken der Novemberpogrome 1938

MECHAYE HAMETIM
Der die Toten auferweckt

Sonntag, 23. Oktober, 9 bis 18 Uhr
Jüdisches Leben in der Buckligen Welt


Exkursion Die Erforschung jüdischen Lebens in der Buckligen Welt zeigt, dass Jüdinnen und Juden bis 1938 im dörflichen Alltagsleben an sich gut integriert waren. In einigen Gemeinden dieser niederösterreichischen Region sind deren Spuren auch heute noch sichtbar. Werner Sulzgruber, Historiker und Mitherausgeber des Buchs „Eine versunkene Welt – jüdisches Leben in der Buckligen Welt und im Wechselgebiet“ (2019) führt nach Bad Erlach zum Haus des ehemaligen Familienunternehmens Hacker. In Hochwolkersdorf werden wir dann zu Mittag essen und den „Gedenkraum 1945“ besuchen. Beim Spaziergang durch Wiesmath suchen wir abschließend nach den vertriebenen Nachbarn dieses Ortes. Woher sie kamen, wohin sie verschwunden sind und wie an sie erinnert wird, sind die Themen dieser .Exkursion. Leitung: Gottfried Riegler-Cech Treffpunkt: 8.45 Uhr vor dem Café Landtmann, 1010 Wien, Universitätsring Beitrag (Fahrt/Führung/Eintritt): € 45,Infos & Anmeldung (unbedingt nötig bis 20.10.):

T 51552-5100, www.kav-wien.at, ka.forumzeitundglaube@edw.or.at

Montag, 24.Oktober, 19 Uhr
„Ein ganz gewöhnlicher Jude“


Ein-Personen-Stück mit Jörg Stelling In dem Theaterstück von des Schweizer Schriftstellers Charles Lewinsky lehnt der Protagonist Emanuel Goldfarb die Einladung einer Schule, über sich als Jude etwas zu erzählen, ab. Sein Antwortschreiben wird dabei zur Abrechnung mit der Situation der Juden im Nachkriegsdeutschland. Wortreich, pointiert und manchmal zynisch be-schreibt er das Spannungsfeld zwischen altem Antisemitismus und neuer politischer Korrekt-heit. . Darsteller: Jörg Stelling,, freischaffender Schauspieler und Sprecher mit Engagements u.a. am Ensembletheater Wien, Volkstheater Wien, Theater Drachengasse, Theater Gruppe 80, Stadttheater Mödling oder der Schauspieltruppe Zürich.

Einführung: Martin Jäggle, Präsident des Koordinierungsausschusses für christl.-jüd. Zusammenarbeit.
Ort: Otto Mauer Zentrum, Wien 9, Währinger Str. 2-4 Infos & Anmeldung: T 51552-5100, www.kav-wien.at

Samstag, 5. November, 17 Uhr
Neu auf das Judentum blicken


Gottesdienst der Gemeinde St. Ruprecht Beim Jahresevangelisten Lukas, mit dessen Namen ja auch die Apostelgeschichte verbunden ist, findet sich eine ambivalente Sicht aufs Judentum. Wie kann eine christliche Gemeinde heute diese Texte lesen, hören und verstehen?
Ort: Ruprechtskirche, 1010 Wien Infos: T 5356003

Montag, 7. November, 19.30 Uhr
„Der Anständige“ (2014)

Film und Gespräch (Filmmontag) Heinrich Himmler ist einer der größten Kriegsverbrecher und gleichzeitig kulminieren in seiner Person der Aberwitz und die Unmenschlichkeit des NS-Systems. Die israelische Dokumentar-filmerin Vanessa Lapa hat, von Briefen Himmlers ausgehend, ein verstörendes Filmporträt über den mörderischen Biedermann gestaltet. Lapa nimmt Zitate aus den Briefen Himmlers und seiner engsten Familie zum Ausgangspunkt der Textierung ihres Films und unterlegt diese mit gefilmten Bildern aus den 1920er bis 1940er-Jahren – zum Teil bis dahin unveröffentlichte Privat- und Amateuraufnahmen. Beklemmend vorgetragen werden die Texte von einer Riege erstrangiger Schauspieler – darunter Tobias Moretti und Sophie Rois.

Einführung: Otto Friedrich/DIE FURCHE; Christian Rathner/ORF. Im Anschluss Gespräch mit Felix Breisach, dem Produzenten des Films.
Ort: Votivkino, 1090 Wien, Währinger Straße 12 Infos & Tickets: www.votivkino.at - Preis: € 9,20

Dienstag, 8. November, 19 Uhr
Denken im Widerstand


Buchpräsentation Anton Grabner-Haider (Hg) / Anton Pelinka / Arnold Mettnitzer: „Denken im Widerstand. Gegen Fake News und neue Ideologien“. In Erinnerung an den jüdischen Rechtsphilosophen Ota Weinberger wendet sich dieses Buch gegen neue Ideologien des Vergessens, gegen den neuen Antisemitismus und die geistige Auf-üstung in den neuen Medien.

Referent: Anton Grabner-Haider, Kulturwissenschaftler und Professor für Religionsphilosophie an der Uni Graz. Ort: Otto Mauer Zentrum, Wien 9, Währinger Str. 2-4 Infos & Anmeldung: T 51552-5100, www.kav-wien.at

Donnerstag, 10. November, 16 Uhr
Hat Israel die Propheten getötet?


Untersuchungen zu einem biblischen Vorwurf Vortrag bei der „Akademie am Dom“ Im Zusammenhang mit der Kreuzigung Jesu wird im Neuen Testament der breit bezeugte Vorwurf erhoben, Israel habe schon von jeher die Propheten verfolgt und getötet. Stimmt dieser Vorwurf überhaupt?

Referent: Oliver Achilles, Theolog. Kurse Ort: Theologische Kurse, 1010 Wien, Stephansplatz 3 Infos & Anmeldung: T 4000-08114, www.theologischekurse.at, Beitrag: € 13,-

Samstag, 12. November, 12 bis 15 Uhr
„Gedenkspaziergang“

Gedenkspaziergang Gemeinsam begeben wir uns auf einen spannenden Rundgang durch eine ganze Reihe von bedeutungsträchtigen Denkmälern, Steinen der Erinnerung sowie des Gedenkens und Stätten ehemaliger Tempel. Was bedeutet „Nie wieder“ in Zeiten wie diesen, und was können wir dazu beitragen, dass es sich nicht wiederholt? Der Spaziergang führt von Rudolfsheim über den Westbahnhof bis nach Mariahilf.

Leitung: Matej Perč, ASH-Forum Treffpunkt: Ecke Dingelstedtgasse/Turnergasse, 1150 Wien Infos & Anmeldung: T 4080695-0, anmeldung@ash-forum.at, www.ash-forum.at


Mittwoch, 9. November, 19 Uhr
MECHAYE HAMETIM DER DIE TOTEN AUFERWECKT
Ökumenischer Gedenkgottesdienst am 84. Jahrestag der Novemberpogrome 1938

Worte des Gedenkens:
Matthias Geist, Superintendent der evangelischen Diözese A.B. Wien
Ort: Ruprechtskirche, 1010 Wien anschließend Schweigegang zum Mahnmal auf dem Judenplatz

Informationen:
Gemeinde St. Ruprecht, 1010 Wien, Seitenstettengasse 5/4 T 5356003, www.ruprechtskirche.at

Eine gemeinsame Veranstaltungsreihe von:
• Gemeinde St. Ruprecht
• Albert-Schweitzer-Haus Forum für Zivilgesellschaft
• Evangelische Akademie Wien
• Evangelische Hochschulgemeinde Wien
• Forum Zeit und Glaube Katholischer Akademikerverband Wien
• DIE FURCHE
• Katholische Aktion Österreich
• Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit
• Theologische Kurse Wien

detaillierte Informationen zu den Veranstaltungen: www.ruprechtskirche.at
Bedenkveranstaltungen im Gedenken an die Novemberpogrome 1938
23. Oktober bis 12. November 2022

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