BUCHPRÄSENTATION: ALTTESTAMENTLICHE PROPHETINNEN

In herzlicher Atmosphäre fand am 16. November 2011 in der Bibliothek des christlich-jüdischen Informationszentrums die Präsentation des Bandes "Die alttestamentlichen Prophetinnen in der patristischen Rezeption" der katholischen Alltestamentlerin Agnethe Siquans statt.
 
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Gemeinsam mit Eva Synek (rechts), Assistenzprofessorin am Institut für Rechtsphilosophie, Religions-. und Kulturrecht der Universität Wien, stellte die Autorin (links) das Werk vor.
 
Die Untersuchung geht der Rezeptionsgeschichte der alttestamentlichen Texte über Prophetinnen (Mirjam, Debora, Hulda, Noadja, Jes 8,3, Ez 13 und Joël 3,1f) im Schrifttum der Kirchenväter nach. Schwerpunkte der Quellenanalyse sind Hermeneutik und Methoden der patristischen Bibelauslegung sowie die Frage nach der geschlechtsspezifischen Deutung von Prophetinnen.
In einem zweiten Teil wird der kulturelle und theologische Kontext der Texte dargestellt: die Vorstellung von Prophetie, das Reden von Frauen in der Öffentlichkeit, der Unterschied zwischen den Geschlechtern, Askese und Jungfräulichkeit sowie antijüdische Polemik. Abschließend kommen wichtige Fragen patristischer Schrifthermeneutik wie Allegorese und Typologie, kanonischer Zugang zur Bibel und pastorales Anliegen der Auslegung zur Sprache.
 
Manche Quellen aus den Texten der Kirchenvätern wurden im Rahmen der vorliegenden Studie erstmals ins Deutsche übersetzt.

Agnethe Siquans
Die alttestamentlichen Prophetinnen in der patristischen Rezeption
Texte - Kontexte - Hermeneutik
Herders Biblische Studien 65
Freiburg i.Br., 2011
624 Seiten, Eur 70.-

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