ERNST DEGASPERI: FREUND ISRAELS UND DES JUDENTUMS

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Wien. Am Donnerstag, 20. Jänner 2011 luden der Katholische Akademikerverband - Forum Zeit und Glaube und der Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit zu einer Ausstellung mit Werken von Ernst Degasperi ins Otto Mauer Zentrum.
 
Die frühere Konservatorin der Erzdiözese Wien, die Kunsthistorikerin Hiltigund Schreiber, führte in Leben und Werk des Künstlers ein.
Ernst Degasperi wurde 1927 in Südtirol geboren. Der gelernte Feinmechaniker und Absolvent der Akademie für Angewandte Kunst in Wien erfuhr 1963 eine Berufung, die ihn zum Zeichner und Maler der Bibel werden ließ. Er selbst fasste später dieses Erlebnis in Worte:
 
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Da erschallt
die Stimme in meinem Inneren
„Dies sei dir
ein Zeichen
Aufweichen will ich
dein verhärtetes Herz
Durchnässen will ich dich
mit meinem Geist
Mit dem Brand der Sonne
will ich neues Leben
in dir wecken
damit du mir
neugeboren aus der Wüste
blühend für die Menschen seist.“
 
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Seither ist für den Katholiken Ernst Degasperi die Verbindung zum Judentum und zum Land Israel persönlich äußerst bedeutsam. Schreiber wies besonders auf die perfekte Beherrschung unterschiedlicher Techniken noch im hohen Alter hin.

Von Degasperis emotionaler Nähe zum Land Israel zeugten die ausgestellten Bilder in verschiedenen Techniken und aus verschiedenen Schaffensepochen: Sie sind fast durchwegs auf Reisen im Heiligen Land entstanden – seine bekannten Federzeichnungen und Radierungen und seine weitaus weniger bekannten Ölgemälde.
Es sind die letzten Arbeiten des erkrankten Künstlers. Die Ausstellung fand in der Woche des "Tag des Judentums", der in den Kirchen ökumenisch begangen wird, statt. Prof. Kurt Rosenkranz, Gründer und Leiter des Jüdischen Instituts für Erwachsenenbildung, hatte die Initiative zu dieser Ausstellung ergriffen. Die Feier wurde durch die Anwesenheit von Theresia Degasperi besonders gewürdigt.

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Musikalisch umrahmt wurde die Vernissage durch Musikerinnen des Josef Haydn-Konservatoriums Eisenstadt: Prof. Regina Himmelbauer mit ihren Schülerinnen Yan Jin und Roswitha Schmatzberger interpretierten als Blockflötentrio Werke von Leslie Wildman und Salomeone Rossi.
Markus Himmelbauer
Fotos: Hans Kouba
 
 
 
 
 
 
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