2012

ANTISEMITISMUS ALS ARGLOSES ALLTAGSTHEMA UND ALS POLITISCHES KALKÜL

DER INTERNATIONALE RAT DER CHRISTEN UND JUDEN INFORMIERTE SICH VOR ORT ÜBER DEN ANTISEMITISMUS IN UNGARN
Budapest. Am 26. November forderte Marton Gyöngyösi, Abgeordneter der rechtsradikalen Jobbik-Partei, im ungarischen Parlament, alle Juden zu erfassen, die als Abgeordnete im Parlament sitzen oder der Regierung angehören. Juden als Staatsbürger Israels seien ein „Risiko für die nationale Sicherheit“.mehr …

ABRAHAM UND DER DIALOG DER RELIGIONEN

Graz. „Abraham – Basis für den interreligiösen Dialog von Judentum, Christentum und Islam?“ hieß das Thema einer Veranstaltung, zu der das Grazer Komitee für christlich-jüdische Zusammenarbeit in Zusammenarbeit mit der Katholisch-theologischen Fakultät am 13.November 2012 eingeladen hatte.
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SUSI HABER (1922-2012)

Im Jahre 1992 haben meine Frau und ich Susi Haber und ihren Mann Karli anlässlich einer Fahrt nach Israel kennen gelernt. Erst auf der Rückfahrt kamen wir näher ins Gespräch, stellten fest, dass wir alle in Mödling wohnen und selbstverständlich war es für sie, uns in ihrem Auto mitzunehmen. Diese Spontanität, diese Offenheit und das auf den Anderen Zugehen waren typisch für sie und zugleich Anstoß und Grundlage für – wie auch in unserem Fall – viele Freundschaften.
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ICCJ KONFERENZ 2012

Manchester. Die Jahreskonferenz 2012 der Internationalren Rats der Christen und Juden fand vom 1. bis 4. Juli 2012 in Manchester/ England statt. Das Thema: Neue Nachbarn, neue Möglichkeiten. Die Herausforderungen von Multikulturalität und sozialer Verantwortung (New Neighbours, New Opportunities. The Challenges of Multiculturalism and Social Responsibility).
Dieses Jahr gab es ein Jubiläum zu feiern, denn vor 70 Jahren gründete eine kleine Gruppe von Christinnen, Christen und Jüdinnen, Juden in Manchester das britische Council for Christians and Jews (CCJ). Bei einem Galadinner, das in der Knight’s Lounge des Fußballklubs Manchester United stattfand, konnten zwei der Gründungsmitglieder des CCJ begrüßt und für ihre damalige Pionierarbeit, die sie mitten im Krieg begannen, geehrt werden: Myra Cohen (101 Jahre) und Barbara Aubrey ( 97 Jahre).mehr …

DAS JUDENTUM IN DER CHRISTLICHEN BILDWELT

Graz. Vom 29. April bis zum 1. Mai 2012 fand im Bildungshaus Graz-Mariatrost eine Tagung des Koordinierungsausschusses für christlich-jüdische Zusammenarbeit statt, die in Kooperation mit dem Christlich-jüdischen Komitee Graz, dem Centrum für Jüdische Studien und der Theologischen Fakultät Graz realisiert werden konnte. Das Tagungsthema war erstmals in Österreich der Kombination von Kunst und Judentum gewidmet und lautete „Das Judentum in der christlichen Bildwelt“. Graz bot sich als
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BEGEGNUNG IN DER SYNAGOGE

Linz. Mehr als 100 Besucherinnen und Besucher folgten am 3. Mai 2012 der Einladung der Israelitischen Kultusgemeinde und des Forums St. Severin zur 27. Begegnung in die Linzer Synagoge. Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg und Markus Schlagnitweit, Hochschulseelsorger, Weitwanderer und Pilger, sprachen über das Thema „Die Wallfahrt“.

TORBERG-MEDAILLE AN PROFESSOR HELMUT NAUSNER

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Wien. Der Vizepräsident und frühere Vorsitzende des Koordinierungsausschusses für christlich-jüdische Zusammenarbeit wurde am 29. März 2012 mit der Marietta und Friedrich Torberg-Medaille der Israelitischen Kultusgemeinde geehrt.
(Zum Starten des Videos klicken Sie auf das Bild.)
 

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PAPST BENEDIKT XVI. UND DER JUDE JESUS

Wien. Am 29. März 2012 lud der Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit zu einer ungewöhnlichen Gesprächsrunde an einem außergewöhnlichen Ort: Im jüdischen Gemeindezentrum Wien wurde über die Jesus-Bücher von Papst Benedikt XVI. diskutiert.
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15 JAHRE ZUSAMMENARBEIT

Wien. Seit Herbst 1996 sind Brigitte Ungar-Klein als Leiterin des Jüdischen Instituts für Erwachsenenbildung und Markus Himmelbauer als Geschäftsführer des Koordinierungsausschusses für christlich-jüdische Zusammenarbeit im Dienst. In dieser Zeit hat sich eine solide Zusammenarbeit zwischen beiden Institutionen entwickelt.
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Am 20. Februar 2012 wurde das Jubiläum gemeinsam mit den Ehepartnern im Restaurant Simchas gefeiert. Prof. Kurt Rosenkranz und Prof. Martin Jäggle als Vorsitzende der beteiligten Institutionen dankten für das berufliche Engagement von Ungar-Klein und Himmelbauer. Der Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit organisiert jedes Semester einen Vortrag, Exkursionen oder eine Vortragsreihe am Jüdischen Institut für Erwachsenenbildung. Die Reihe "Kirchen und Judentum" war schon zuvor von Rudolf Kalab als Initiative der ACUS - Arbeitsgemeinschaft Christentum und Sozialdemokratie - gegründet worden. Sie führen damit eine Tradition von Vorträgen in Wien über das Judentum fort, die so bedeutende Namen kennt wie Hans Kosmala ab 1936 in der Schwedischen Mission in der Seegasse oder Kurt Schubert und Hedwig Wahle, Ulrich Trinks und Norbert Höslinger in den 1960er bis 1980er Jahren.
Dass der Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit als Institution in dieser Form so lange Bestand hat, war nicht immer abzusehen. Auch wenn sich zwischen zwei Einrichtungen von ihrem Profil her strukturell immer wieder Kooperationsmöglichkeiten ergeben, so werden diese besonders fruchtbar, wenn auch die Chemie zwischen den Beteiligten stimmt.
Als Gratulanten stellten sich Oberrabbiner Chaim Eisenberg und Pastor Helmut Nausner ebenfalls ein. Der Linzer em. Diözesanbischof Maximilian Aichern war aus gesundheitlichen Gründen leider verhindert.

WAS DURCH LEBEN TRÄGT


Wien. Der Wert einer Gesellschaft wird einmal daran gemessen werden, wie sie ihre Alten behandelt hat. Ausgehend von diesem Satz Albert Einsteins fand am 17.11.2011 ein gemeinsames Schulprojekt dreier Gymnasien statt. 30 Schülerinnen und Schüler des Akademischen Gymnasiums (AKG), des Zwi Perez Chajes (ZPC) Gymnasiums  und des Evangelischen Gymnasiums trafen einander, um ältere Menschen mit jüdischem und christlichem Hintergrund zu befragen, welche Symbole, Werte und Erinnerungen sie durchs Leben getragen haben.
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GOTTES LICHT UND GLANZ IM WIDERSCHEIN DES JÜDISCHEN UND CHRISTLICHEN WEGES

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Mit einem ökumenischen Gottesdienst wurde der Tag des Judentums am 17. Januar in der Herz-Jesu-Unterkirche in Graz feierlich begangen.
Mit dem Entzünden von Kerzen und einem Lichtersegen nahm man das Thema „Gottes Licht und Glanz im Widerschein des jüdischen und christlichen Weges“ zu Beginn symbolisch auf. Im Zentrum der Feier stand die biblische Erzählung von der Darstellung Jesu im Tempel Lk 2, 21-40.mehr …

TAG DES JUDENTUMS IN LINZ

Am 17. Jänner 2012 fand an der Katholisch-Theologischen Privatuniversität (KTU) zum elften Mal ein Vortrag zum Tag des Judentums statt. Veranstalter waren das Christlich-Jüdische Komitee OÖ, das Referat für Ökumene und Weltreligionen der Diözese Linz, die KTU, das Forum St. Severin und das Evangelische Bildungswerk.
 
Referent war DDr. Johann Maier aus Mittenwald, emeritierter Professor für Judaistik am Martin-Buber-Institut der Universität Köln. Er hatte bereits 2006 an der KTU zum Thema „Von der Leidensgeschichte Jesu zur Leidensgeschichte der Juden. Folgen missbräuchlicher Verwendungen neutestamentlicher Aussagen“ referiert. In seinem Vortrag heuer ging Prof. Maier auf die „Bandbreite des Judentums heute“ ein, in die er nicht nur das Spektrum religiöser Juden, von orthodox bis liberal, sondern auch die säkularen Juden unterschiedlicher Couleurs einbezog.
 

LANGE NACHT DER WURZELSUCHE

Wien. Die Suche begann bereits auf der Website, was bei der Langen Nacht der Kirchen zum Themenkreis „Israel, Jüdisches, Hebräisch“ in Wien angeboten wird. Das Ergebnis war für eine einzelne Person zu umfassend, um alles binnen weniger Stunden zu besichtigen. Aber im Rahmen des Gesamtangebots der rund 2600 Veranstaltungen österreichweit verhältnismäßig klein.mehr …

„KIRCHEN DURCH GEMEINSAME VERWURZELUNG IM JUDENTUM VERBUNDEN“


Wien. Beim ökumenischen Gottesdienst zum „Tag des Judentums“ der christlichen Kirchen in Österreich, hat der rumänisch-orthodoxe Bischofsvikar Nicolae Dura die gemeinsame Wurzel aller christlichen Konfessionen im Judentum hervorgehoben.

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Gerade für die Einheit der Christen habe das Judentum eine besondere Bedeutung, betonte Dura. „Bei allen Trennungen der Christenheit untereinander ist allen Kirchen gemeinsam, dass sie im Judentum verwurzelt sind“, so Dura wörtlich in seiner Predigt am Dienstagabend beim Gottesdienst des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) zum „Tag des Judentums“.
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JUDENTUM - HERZ DES CHRISTLICHEN GLAUBENS

Großrussbach. Am 12. Jänner 2012 fand im Bildungshaus Schloss Großrußbach ein Vortrag unter dem Titel "Was Christen vom Judentum wissen sollten" statt. Der Religionspädagoge Markus Himmelbauer führte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die Welt des Judentums ein. Vor allem zeigte er die Bedeutung des jüdischen Glaubens für die christliche Identität auf.
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Das Christentum und das heutige Judentum sind in derselben Epoche entstanden und haben auf unterschiedliche Weise die Tradition des Tanach aktualisiert: im Christentum durch den Focus der Person Jesu aus Nazareth, im Judentum nach der Zerstörung des Jerusalemer Tempels erneuert in der pharisäischen, rabbinischen Richtung. Beide Bekenntnisse haben eine ganz besondere Beziehung zueinander. Für Christinnen und Christen heute gelte es, eine positive Beziehung zu den Kernelementen jüdischen Selbstverständnisses zu finden. Sie bildeten auch das Herz des Glaubens Jesu: Das Bekenntnis zum einen Gott und die bleibende Erwählung seines Volkes Israel, die Gabe der Tora und die Verheißung des Landes.

Der Abend war Teil der Vorbereitung auf die große Vikariatswallfahrt ins Heilige Land im August dieses Jahres. Zusätzlich hatten die Besucherinnen und Besucher des Abends die Möglichkeit, die Ausstellung "Glück auf Raten" zu besichtigen. Diese Ausstellung befasst sich mit dem Leben von Leon Askin und seiner jüdischen Identität. Bei einem gemütlichen Glas Wein stand Markus Himmelbauer noch für Fragen und Gespräche bereit und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten im Schatten der Ausstellung den jüdischen Glauben und die jüdische Kultur einatmen. Das Bild zeigt v.l.n.r.: Markus Himmelbauer, Anita Askin-Wicher und Bildungshaus-Leiter Franz Knittelfelder.

KEIN PLATZ FÜR ANTISEMITISMUS IN ÖSTERREICH

Stellungnahme der Vorsitzenden des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich nach jüngsten antisemitischen Vorfällen
Wien, 04.09.12 (KAP) "Zutiefst verstört und betroffen" sind die leitenden Persönlichkeiten des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) über jüngste Manifestationen des Antisemitismus in Österreich. Wie der Vorsitzende des ÖRKÖ, der rumänisch-orthodoxe Bischofsvikar Nicolae Dura, und seine beiden Stellvertreter, der evangelische Bischof Michael Bünker und der Innsbrucker Diözesanbischof Manfred Scheuer, am Dienstag in einer gemeinsamen Stellungnahme betonten, ist "für die gläubigen Christen" jede "Form des Antisemitismus" ein "Verrat des Glaubens an Gott". In Österreich dürfe es "keinen Platz für Antisemitismus" geben.mehr …

8. MAI - TAG DER BEFREIUNG

Wir feiern am 8. Mai die Befreiung vom nationalsozialistischen Verbrechensregime!

1945 haben die alliierten Armeen die Konzentrations- und Vernichtungslager befreit, die nationalsozialistische Machtherrschaft zerschlagen und damit die Gründung der freien, demokratischen Republik
Österreich ermöglicht.

Wir stellen uns gegen das Wehrmachts- und SS-Gedenken am Wiener Heldenplatz!
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43 JÜDISCHE GRÄBER AUF DEM WIENER ZENTRALFRIEDHOF GESCHÄNDET

Der Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit verurteilt aufs Schärfste die Schändung jüdischer Gräber auf dem Wiener Zentralfriedhof. Präsident Professor Martin Jäggle drückt gegenüber der Israelitischen Kultusgemeinde Wien sein Entsetzen darüber aus und übermittelt seine Anteilnahme.mehr …

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