2017

Chag Sameach!

Pasted GraphicIm Judentum gibt es eine Vielzahl an Festen, welche man in mehrere verschiedene Kategorien einteilen kann. Einige von ihnen nehmen Bezug auf besondere Geschehnisse der Vergangenheit. So auch das achttägige Chanukka-Fest. Neben Purim zählt es zu den fröhlichen Festen des jüdischen Jahreszyklus. Das Gedenken an die Wiedereinweihung des Tempels sowie an die Bewahrung vor einer Zurückdrängung der jüdischen Religion, schließen Hoffnung für Gegenwart und Zukunft ein.
Es wird an die Zeit zurück gedacht, als die Juden unter der Herrschaft der Griechen leiden mussten. Diese machten ihnen das Leben durch neue Gesetze schwer und verboten ihnen sogar, ihre Religion auszuüben. Unter den Griechen kam es zur Entweihung des Tempels, indem er für die griechische Religion umfunktioniert wurde. Eine kleine Schar gesetzestreuer Juden entzogen sich jedoch der Unterdrückung und schafften es, die Feinde zu vertreiben.
In seiner Ausführung erinnert es uns an die Adventszeit. Der Brauch der vier Adventskerzen stammt wohl vom Chanukka-Fest ab, nur dass hier doppelt so viele Kerzen entzündet werden. Während der acht Tage von Chanukka werden jeweils nach Sonnenuntergang die Kerzen der Chanukkia von links nach rechts entzündet. Am Abend des 24. Kislew fängt man mit der ersten Kerze an. Wenn die letzte Kerze entzündet ist, werden spezielle Chanukka-Lieder gesungen, die Kinder werden beschenkt und Süßigkeiten und Leckereien verzehrt. Ursprünglich wurden am achten Abend keine Geschenke überreicht. Dieser eingeführte Brauch ist Zeichen für eine gewisse Anpassung an die christliche geprägte Gesellschaft, in der Weihnachten zu einem Fest wurde, bei dem Geschenke eine zentrale Rolle spielen.
http://www.judentum-projekt.de/religi…/…/chanukka/index.html

http://www.feinschwarz.net/channukkah/

HERZLICH WILLKOMMEN!

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Wir begrüßen Sie auf der Website des österreichischen Koordinierungsausschusses für christlich-jüdische Zusammenarbeit. Im Jahr 2016 feiern wir das 60. Jahr unseres Bestehens.
Christlich-jüdische Verständigung ist ein sehr vielfältiges Aufgabengebiet. Was unsere Initiative in Wien und Österreich - einem besonderen historischen Ort - dazu beiträgt, stellen wir Ihnen auf diesen Seiten vor.
 
Hier sehen Sie ein Grußwort
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von Koordinierungsausschuss-Präsident
Prof. Martin Jäggle.mehr …

KIRCHEN UND KULTUSGEMEINDE ADRESSIEREN NATIONALRAT

Am 9. November, einem Datum, das in Österreich dunkle Erinnerungen wach werden lässt, findet in diesem Jahr die konstituierende Sitzung des neu gewählten Nationalrats statt. Mit der ausdrücklichen Zustimmung von Kardinal Christoph Schönborn, Bischof Michael Bünker, Metropolit Arsenios Kardamakis und Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Oskar Deutsch veröffentlichen wir beiliegenden Offenen Brief; eine Mahnung, dem derzeit wieder aufflammenden Rassismus, Antisemitismus und Nationalismus im Gedenken an die Geschehnisse des 9. November 1938 Beachtung zu schenken und ihm die Erinnerung an die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte entgegenzusetzen.
Dass sich die größten Kirchen Österreichs gemeinsam mit der Israelitischen Kultusgemeinde äußern, ist ein Zeichen der praktischen Umsetzung des beiderseitigen Wunschs nach verstärkter Zusammenarbeit. Dieser hat zuletzt am Nationalfeiertag seinen Ausdruck in der Überreichung einer rabbinischen Erklärung zu den christlich-jüdischen Beziehungen an Kardinal Schönborn gefunden.
Hier der Wortlaut der Erklärung:mehr …

REGINA POLAK HIELT DIESJÄHRIGE KRISTER-STENDAHL-MEMORIAL-LECTURE

Pasted GraphicDiesen August hielt Associate Professor Mag.a phil. Dr.in theol. Regina Polak einen Vortrag als Krister-Stendahl-Memorial-Lecture. Dieser findet jeden Herbst statt, in Erinnerung an Krister Stendahl, Bischof von Stockholm 1984-1988 und ehemaliger Professor für Bibelwissenschaft sowie Dekan an der Harvard Divinity School in den Vereinigten Staaten. Er wird von der Svenska Kyrkan in Zusammenarbeit mit Paideia, dem Europäischen Institut für Jüdische Studien in Schweden, organisiert. Der Vortrag mit dem Titel "Migration: eine Chance für Metanoia" fand im Rahmen des Theologie-Tages der Migration statt. Regina Polaks These ist, dass Migration als Chance für "Metanoia" gesehen werden kann, das Wort, das das Neue Testament für "Umkehr" verwendet. mehr …

„Er gewährte seinem Volk Erlösung und bestimmte seinen Bund für ewige Zeiten.“ (Psalm 111,9)

Dieser Vers und ein Foto eines ganz alten Ölbaums mit tiefen Wurzeln aus dem Garten Getsemani in Jerusalem hat viele Frauen und Männer inspiriert, einer Einladung zu einem Gottesdienst des Ökumenischen Rates der Kirchen zum Tag des Judentums, der weltweit am 17.1. gefeiert wird, nachzukommen. Dieses Jahr war die röm.kath. Pfarrgemeinde St. Johann Nepomuk in der Leopoldstadt die Gastgeberin.mehr …

EINSTIMMUNG IN DEN „TAG DES JUDENTUMS“ IM GEDENKEN AN DEN TURNERTEMPEL

Bereits zum vierten Mal  hat die „Vernetzte Ökumene Wien West“ am 16. Jänner 2017 eine Einstimmung in den „Tag des Judentums“ auf  besondere Weise gestaltet, diesmal in Erinnerung an den Turnertempel  der ehemaligen Kultusgemeinde Sechshaus, im topografischen Dreieck mit der Vereinssynagoge „Storchenschul“ und dem jüdischen Gemeindehaus Herklotzgasse 21.mehr …

DER CHRISTLICH-JÜDISCHE DIALOG AUS SICHT DER JÜDISCHEN GEMEINDEN

Wien. Am Dienstag, 17. Mai 2016 fand die zweite Veranstaltung der Jubiläumsreihe „Bilanz und Aussicht – 60 Jahre Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit“ statt. Otto Friedrich (FURCHE) sprach mit Dr.in Charlotte Hermann (IKG Linz) und Mag. Raimund Fastenbauer (IKG Wien) über die Entwicklung und den derzeitigen Stand der christlich-jüdischen Beziehungen, wie sie innerhalb der jüdischen Gemeinden wahrgenommen werden.
DIALOG AUF AUGENHÖHE?
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UNTERWEGS AUF JÜDISCHEN SPUREN

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Die alljährlich vom Grazer Komitee veranstaltete Exkursion führte diesmal ins Südburgenland und nach Westungarn. Die erste Station der Studienfahrt am 16. Juni 2017 war die Stadt Güssing, den meisten bekannt durch ihre weithin sichtbare, hoch aufragende Burg, in der die Grafen Batthyány residierten. Diesen Burgherren unterstanden die Güssinger Jüdinnen und Juden ab Beginn des 18. Jahrhunderts.mehr …

GESETZ ODER EVANGELIUM

GESETZ ODER EVANGELIUM – EINE FOLGENREICHE POLARISIERUNG.
STUDIENTAGUNG DER EVANGELISCHEN PFARRGEMEINDE STOCKERAU UND DES KOORDINIERUNGSAUSSCHUSSES FÜR CHRISTLICH-JÜDISCHE ZUSAMMENARBEIT, UNTERSTÜTZT VOM RING ÖSTERREICHISCHER BILDUNGSWERKE UND DEM LAND NIEDERÖSTERREICH, 30. APRIL BIS 1. MAI 2017 [1]
 
Während der morgendlichen christlichen Sonntagsfeier am 30. 04. 2017 reflektierte Thomas Hennefeld, Superintendent der Evangelischen Kirche H.B., in seiner Predigt das Spannungsverhältnis von Gesetz und Evangelium. Es gibt Regeln aus gutem Grund, sie sind notwendig. In der christlichen Kirchen-Geschichte hätte es über viele Jahrhunderte hinweg die falsche Zuordnung von Gesetz = rächender Gott = Altes Testament und Evangelium = gnädiger Gott = Neues Testament gegeben (vgl. auch den Antijudaismus Martin Luthers). Doch immer wieder gab es auch Theologen, die sich dieser Sichtweise widersetzten. Einer von ihnen, Kurt Müller, hat 1944 in Stuttgart gepredigt, dass „das Heil von den Juden komme“ und das Licht Gottes hell genug für Juden und Christen sei. Die Tochter von Kurt Müller richtete während der Feier einige Worte über ihren Vater an die in Stockerau anwesende Gemeinde.
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Am Abend hielt dann die evangelische Theologin Barbara Rauchwarter einen Vortrag über Luthers Antijudaismus. Sie hob u.a. den biographischen Aspekt hervor, dass Luther das befreiende Erlebnis der Rechtfertigungslehre in seinem eigenen Leben immer mehr verlor. Auch sei seine Enttäuschung darüber, dass seine Erkenntnis der Gnadengerechtigkeit die Juden nicht veranlasste, sich zum Christentum zu bekehren, in Zorn und Hass umgeschlagen.
Pfarrer Christian Brost und Kurator Gert Lauermann wiesen in ihren Ansprachen auf die im Anschluss eröffnete Ausstellung „Luther und die Juden“ hin.
Die Vorträge am 1. Mai 2017 Montag eröffnete Oberrabbiner Arie Folger.mehr …

HANA BENDCOWSKY: “A CROSS AND A STAR IN THE HOLY LAND. JEWISH-CHRISTIAN RELATIONS IN THE ISRAEL CONTEXT.”

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GASTVORTRAG AM 8. MAI 2017, UNIVERSITÄT WIEN, INSTITUT FÜR PRAKTISCHE THEOLOGIE DER KATH.-THEOL. FAKULTÄT
 
“Wer ist Jeshua?” – “Der Sohn Gottes!” – „Nein, nicht der Jeshua in der Kirche, sondern der aus der Schule!“
Im Hebräischen werden die Namen Josua und Jesus ident ausgesprochen. Für das katholische Migrantenkind aus den Philippinen, das in Israel geboren in eine jüdische Schule geht, fließend hebräisch spricht, den jüdischen Fest- und Feierzyklus kennt und miterlebt und zugleich am Sonntag den Gottesdienst und die Sonntagsschule besucht, die die Katholische Kirche in Israel speziell für 2. Generation katholischer Zuwanderer in Israel eingerichtet hat, kann das zu Verwirrung führen. Das zeigt dieser kurze Dialog auf eindrückliche Weise.mehr …