2018

Weihnachten

Der Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit wünscht Ihnen allen gesegnete Weihnachten und ein gutes neues Jahr 2019!

Frieden, Frieden, dem Fernen und dem Nahen!
hat ER  gesprochen, ich heile ihn.
Jesaja 57,19

Religionskompetenz in der Migrationsgesellschaft!

Im Februar 2019 startet im Kardinal König Haus erstmals der Lehrgang Religionskompetenz in der Migrationsgesellschaft! Ein Lehrgang für alle, die in ihrem Arbeitskontext mit religiöser Vielfalt zu tun haben.

Zunehmende Komplexität durch Migration bringt Fragen nach einem Umgang mit religiöser Vielfalt mit sich. Religion ist für viele Menschen mit Migrationshintergrund ein wichtiger Teil ihrer Identität. Im beruflichen Kontext sind Fachkräfte nicht nur mit religiöser Diversität konfrontiert, sondern auch mit dem eigenen Nähe- oder Distanzverhältnis zu Religion. Dies führt zu einem Spannungsfeld, welches gleichermaßen Wissen und Reflexion über Religion/en erfordert.
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Gastvortrag Anita Haviv-Horiner

Jüdische und israelische Gedenkkultur: Persönliche und gesellschaftliche Perspektiven

24. Jänner 2019, 18.30 Uhr – Seminarraum 5, Schenkenstraße 8-10, 1010 Wien


Der Vortrag geht folgenden Fragen nach:
Welchen Stellenwert hat Gedenkkultur für mich, meine Familie und die Gesellschaft in der ich lebe? Woran erinnern wir uns und warum? Was verdrängen wir?
Ist kollektive Erinnerung ein trennender oder ein verbindender Faktor zwischen Menschen und Gesellschaften?mehr …

Graz

Chag Sameach!

Pasted GraphicIm Judentum gibt es eine Vielzahl an Festen, welche man in mehrere verschiedene Kategorien einteilen kann. Einige von ihnen nehmen Bezug auf besondere Geschehnisse der Vergangenheit. So auch das achttägige Chanukka-Fest. Neben Purim zählt es zu den fröhlichen Festen des jüdischen Jahreszyklus. Das Gedenken an die Wiedereinweihung des Tempels sowie an die Bewahrung vor einer Zurückdrängung der jüdischen Religion, schließen Hoffnung für Gegenwart und Zukunft ein.
Es wird an die Zeit zurück gedacht, als die Juden unter der Herrschaft der Griechen leiden mussten. Diese machten ihnen das Leben durch neue Gesetze schwer und verboten ihnen sogar, ihre Religion auszuüben. Unter den Griechen kam es zur Entweihung des Tempels, indem er für die griechische Religion umfunktioniert wurde. Eine kleine Schar gesetzestreuer Juden entzogen sich jedoch der Unterdrückung und schafften es, die Feinde zu vertreiben.
In seiner Ausführung erinnert es uns an die Adventszeit. Der Brauch der vier Adventskerzen stammt wohl vom Chanukka-Fest ab, nur dass hier doppelt so viele Kerzen entzündet werden. Während der acht Tage von Chanukka werden jeweils nach Sonnenuntergang die Kerzen der Chanukkia von links nach rechts entzündet. Am Abend des 24. Kislew fängt man mit der ersten Kerze an. Wenn die letzte Kerze entzündet ist, werden spezielle Chanukka-Lieder gesungen, die Kinder werden beschenkt und Süßigkeiten und Leckereien verzehrt. Ursprünglich wurden am achten Abend keine Geschenke überreicht. Dieser eingeführte Brauch ist Zeichen für eine gewisse Anpassung an die christliche geprägte Gesellschaft, in der Weihnachten zu einem Fest wurde, bei dem Geschenke eine zentrale Rolle spielen.


Chag Sameach! Schöne Feiertage!

Wir beten für das Wohlergehen der Jüdinnen und Juden dieser Stadt. Sie zünden in diesen Tagen die Chanukka-Lichter als Erinnerung an den siegreichen Befreiungskampf der Makkabäer, die Wiedereinweihung des Tempels zu Jerusalem und all die Wunder, die der Ewige Seinem Volk Israel widerfahren hat lassen. Wir bitten Ihn Seine Hand weiter schützend über sie zu halten.

TRIALOG 4: DAS BÖSE

Eine Kooperation zwischen der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien und Ö1, Abteilung Hörfunk Religion des ORF.

Es diskutieren: Gemeinderabbiner Schlomo Hofmeister (Israelitische Kultusgemeinde, Wien), Farid Suleiman (Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg), Regina Polak (Institut für Praktische Theologie, Universität Wien).

Kriege und Gewaltexzesse, gesellschaftspolitische Spannungen quer über den Erdball, Polarisierungen und zunehmende Menschenfeindlichkeit – sind diese Phänomene historisch, sozialwissenschaftlich oder psychologisch ausreichend erklärbar oder einfach nur "wirklich"? Was aber macht dieses "Böse" genau aus? Ist es ein Tabu, diesen Fragen nachzugehen? Und wenn ja, warum? Wird damit nicht auch eine Realität ausgeblendet, die man nicht unterschätzen sollte? Was sagen Judentum, Christentum und Islam zu diesen Fragen? Auch wenn die Frage nach dem "Seins-Status" des Bösen aus religiöser Sicht keinesfalls geklärt ist, so gehört die Auseinandersetzung mit diesem Phänomen zum Kern dieser Traditionen. Der TRIALOG 4 wird diesen Fragen nachgehen.

Datum: 6. Dezember 2018, 19.00 – 21.00 Uhr
Ort: RadioCafe, ORF-Zentrum Argentinierstrasse 30a, 1040 Wien
Um Anmeldung wird gebeten: monika.mannsbarth@univie.ac.at

Seminarreihe „Interreligiöser Dialog“

Vier Seminare, Dezember 2018 – Dezember 2019

Seminar 1: „Dialogische Kommunikation“
Termin: Do., 13. Dezember – So., 16. Dezember 2018, jeweils 9.00 – 17.00 Uhr
Orte: Donau-Universität Krems/ Universität Wien

Programm:
13.12.: Einführung in Grundlagen und Methoden gewaltlosen Kommunikation nach Marshall Rosenberg
(Dr. Karoline Bitschnau, Akademie für soziale Kompetenz, St. Martin bei Lofer)

Einführung in den Dialog: Dialogmethode auf Basis von D. Bohm/ W. Isaacs (PD Dr. Ernst Fürlinger, Donau-Universität Krems);
Einführung in den interreligiösen Dialog (Ernst Fürlinger, Senad Kusur, MA, Donau-Universität Krems)

Gesellschaftlicher Dialog: Das Modell und die Dialogmethode der Vorarlberger Bürgerräte als Erneuerung der Demokratie
(Dr. Kriemhild Büchel-Kapeller, Büro für Zukunftsfragen Bregenz); Ethik des Dialogs (Ernst Fürlinger, Senad Kusur)

16.12. Einführung in das Judentum (Prof. Dr. Gerhard Langer, Universität Wien)
Jüdische Vielfalt in Wien (Stadtführung)

Teilnahmegebühr: Euro 480,-, einschließlich Unterlagen
Anmeldung: Senad Kusur, e-mail: senad.kusur@donau-uni.ac.at
Anmeldefrist: 23. November 2018
Jedes Seminar kann einzeln gebucht werden.

Weitere Seminare:

Seminar 2: Beziehungen zwischen Juden, Christen und Muslimen aus historischer Sicht
Termin: 21.-24. Februar 2019
mit Prof. Dr. Stefan Schreiner, Universität Tübingen; PD Dr. Martha Keil, Institut für jüdische Geschichte Österreichs, St. Pölten; u.a.

Seminar 3: Einführung in den christlich muslimischen Dialog
Termin: 27.-30. Juni 2019
mit Prof. Dr. Roman Siebenrock, Universität Innsbruck; Prof. Dr. Susanne Heine, Universität Wien; Senad Kusur, MA, Donau-Universität Krems

Seminar 4: Theologien des religiösen Pluralismus in interreligiöser Perspektive
Termin: 12.-15. Dezember 2019
mit Prof. Dr. Susanne Talabardon, Universität Bamberg; Prof. Dr. Reinhold Bernhardt, Universität Basel; Senad Kusur, MA

Einladung

Pogromgedenken: Kirchen fordern Erinnerung und Achtsamkeit ein

Die Erinnerung an die tragischen Ereignisse von 1938 ist stets notwendig, es braucht jedoch auch besondere Achtsamkeit auf gefährliche Entwicklungen in der Gegenwart: Das war der Tenor am Freitagabend beim diesjährigen ökumenischen Gottesdienst in der Wiener Ruprechtskirche zum Gedenken an die nationalsozialistischen Novemberpogrome, die sich heuer zum 80. Mal jähren. Den Gottesdienst gestalteten u.a. der Vorsitzende der Superiorenkonferenz der Männerorden, Abt emeritus Christian Haidinger, der evangelische Bischof Michael Bünker, der griechisch-orthodoxe Priester Athanasius Buk und der altkatholische Bischof Heinz Lederleitner. Unter den Teilnehmern waren auch der Vorsitzende des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich, Landessuperintendent Thomas Hennefeld, und der Wiener lutherische Superintendent Hansjörg Lein.mehr …

Mechaye Hametim

Mechaye Hametim – Der Die toten auferweckt
Bedenktage zum gedenken der Novemberpogrom 1938


Zum 80. Mal jähren sich heuer die Gräuel der Novemberpogrome. Die diesjährigen Bedenktage scheinen auch ob der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen brisant.
Am 9. November, dem Jahrestag, nehmen die Spitzen der Kirchen Österreichs am Gedenkgottesdienst in der Ruprechtskirche teil, auch in der Nacht der Erinnerung auf den 10. November steht das Gedenken an die in der Schoa umgekommen Juden im Mittelpunkt.

Otto Friedrich

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Kabbalah

Das Institut für Judaistik möchte auf folgende Ausstellung hinweisen:

Kabbalah

31.10.2018 - 03.03.2019

Jüdisches Museum Wien (Dorotheergasse 11, 1010 Wien)mehr …

„Die wirklichen Zeugen“

Herzliche Einladung
zur
Vorstellung des Spurensuche-Projektes und Buches

„Die wirklichen Zeugen“
Lebensspuren deportierter und ermordeter jüdischer Menschen aus dem 18. Wiener Bezirk mit Schwerpunkt Weinhaus

Wann: Mittwoch, den 14. November 2018 um 19:45

Wo: im Josefsaal der Pfarre Weinhaus, Gentzgasse 140.

Wer: das Team der „Spurensucher“

Festvortrag: Univ.-Prof. Dr. Martin Jäggle: „Über die Zukunft des Gedenkens“

Moderation: Dr. Stefan May
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8. „MAIMONIDES LECTURES“


Für Judentum und Christentum ist der Auszug des Volkes Israel aus Ägypten ein zentrales Ereignis der Heilsgeschichte. Auch für die islamische Tradition ist der Exodus von großer Bedeutung. Er ist daher für die „Maimonides Lectures“, die dem Gespräch zwischen Wissenschaften und den Abrahamitischen Religionsgemeinschaften gewidmet sind, ein naheliegendes Thema.
Der Auszug aus Ägypten, ursprünglich die Geschichte einer politischen Befreiung, wurde in der Tradition von Judentum und Christentum als Chiffre für den emanzipatorischen Weg aus der Unfreiheit auch in psychischer Hinsicht gedeutet, was im Titel: „Der Weg ins Freie" des 8. Symposions der ,,Maimonides Lectures" Ausdruck findet.
Von Anfang an wurde die Befreiung auch als Heilung gedeutet. Gottes Selbstaussage im Exodus „Ich bin der HERR, dein Arzt" (2. Mose 15, 26) wurde während des Auszugs in der Wüste zum Volk Israel gesprochen. Daher bildet die Geschichte des Auszugs aus Ägypten den Ausgangspunkt auch für das Gespräch zwischen Gesundheitswissenschaften und Abrahamitischen Religionen.
Die wissenschaftliche Leitung der „Maimonides Lectures“ liegt in der Hand der wirklichen Mitglieder der Österreichischen Akademie der Wissenschaften w.M. Univ.-Prof.in Dr.in Patrizia Giampieri-Deutsch (Karl Landsteiner Universität für Gesundheitswissenschaften und Universität Wien) und w.M. em. O. Univ.-Prof. Dr. Hans-Dieter Klein (Universität Wien).
Die „Maimonides Lectures“ sind eine gemeinsame Unternehmung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, der Abrahamitischen Religionsgemeinschaften Österreichs, der Karl Landsteiner Universität für Gesundheitswissenschaften (KL) unter der Schirmherrschaft des Amtes der NÖ Landesregierung sowie der Kirchlich-Pädagogischen Hochschule Wien-Krems und des Christlich-jüdischen Koordinierungsausschusses, und etablieren somit kooperative, nachhaltige Forschung auf Exzellenzniveau.
Die „Maimonides Lectures“ werden vom Land Niederösterreich, den Abrahamitischen Religionsgemeinschaften Österreichs, der Stiftung des Senators Prof. Dr. Herbert Batliner und dem Benediktinerstift Admont gefördert.
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DIE SCHOAH HAT TIEFE RISSE HINTERLASSEN

Gemeinsames Statement der Israelitischen Kultusgemeinde Wien und des Ökumenischen Rats der Kirchen in Österreich anlässlich des 80. Jahrestages der Novemberpogrome (9. November 2018)

Anlässlich des 80. Jahrestages der Novemberpogrome und in Erinnerung an das Versagen der Kirchen und der Gesellschaft insgesamt, das in den Gräueltaten des 9. Novembers 1938 in unfassbarer Weise sichtbar wurde, haben die Israelitische Kultusgemeinde Wien und der Ökumenische Rat der Kirchen in Österreich eine gemeinsame Erklärung herausgegeben. Christen und Juden bekennen sich heute dazu, gemeinsam im Gespräch zu bleiben und sich für Frieden und gegen jegliche Gewalt und Ausgrenzung einzusetzen.

Die gemeinsame Erklärung hat folgenden Wortlaut:mehr …

Vergangene Nacht ist Rudolf Gelbard verstorben.

Der Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit trauert mit vielen. Die jüdische Gemeinde verliert ein herausragendes Mitglied, Österreich verliert einen engagierten, glaubwürdigen Zeitzeugen einer mörderischen Epoche und Ideologie und einen Kämpfer gegen Antisemitismus, Faschismus, Nazi-Ideologie und deren Wiederbelebung sowie jeglichen Hass gegen die Anderen. Wir verlieren einen guten Freund. Prof. Gelbard war langjähriges Mitglied unseres Beirates und hat die Arbeit des Koordinierungsausschuss nicht nur sehr geschätzt, sondern auch nach Möglichkeit unterstützt. Das Begräbnis findet am Donnerstag um 16.30 Uhr auf dem Zentralfriedhof, IV. Tor, statt.

https://wien.orf.at/news/stories/2943397/

Präsentation von Memento Wien

Memento Wien, ein für mobile Endgeräte (Tablets und Smartphones) optimiertes Online-Tool des DÖW, bietet ab November 2018 Informationen zu den Opfern der Shoah in weiten Teilen Wiens.

Begrüßung

Gerhard BAUMGARTNER, Wissenschaftlicher Leiter, DÖW

Präsentation von Memento Wien
Wolfgang SCHELLENBACHER, Projektleiter, DÖW

Tools und Weiterentwicklung von Memento Wien
Thomas STERN, Geschäftsführer von BRAINTRUST

Durch die Förderung der Bezirksvorstehungen Leopoldstadt, Landstraße, Wieden, Mariahilf, Neubau, Josefstadt, Alsergrund, Meidling, Penzing, Rudolfsheim- Fünfhaus, Ottakring und Floridsdorf werden Informationen zu den einzelnen Bezirken sichtbar. Der Historiker Wolfgang Schellenbacher und der Geschäftsführer von BRAINTRUST, Thomas Stern, werden das Projekt vorstellen und anhand von konkreten Beispielen zeigen, wie mit dieser mobilen Website die letzten Wohnadressen der Ermordeten sowie eine Reihe von Archivdokumenten und Fotos zu Personen und Gebäuden in der Stadt sichtbar gemacht werden können. Interessierte haben dadurch die Möglichkeit, die Geschichte ihrer Umgebung interaktiv zu erforschen und mehr über die Schicksale der Verfolgten zu erfahren.

Zeit:
Dienstag, 6. November 2018, 17.30 Uhr

Ort:
Dauerausstellung des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes Altes Rathaus Wipplingerstr.6-8 A-1010 Wien

Das Projekt wurde durch die Bezirksvorstehungen Leopoldstadt, Landstraße, Wieden, Margareten, Mariahilf, Neubau, Josefstadt, Alsergrund, Meidling, Penzing, Rudolfsheim-Fünfhaus, Ottakring und Floridsdorf, das Bundeskanzleramt der Republik Österreich, Wien Kultur und den Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus gefördert.

Quelle: https://www.doew.at/termine/memento-wien-ein-projekt-des-doew

Einladung

Newsletter Oktober 2018

In diesem Monat können wir Ihnen nicht nur wieder zahlreiche interessante Veranstaltungen präsentieren, sondern wir möchten auch unsere neue Geschäftsführerin Dr.in Stefanie Plangger vorstellen. Verlinkt finden Sie unsere Presseaussendung zur Übergabe sowie das Programm für die Ge- und Bedenkwoche „Mechaye haMetim – Der die Toten auferweckt“.
• Pressetext Neue Geschäftsführerin im Koordinierungsausschuss
• Mo, 08.10., 17:30: Café Abraham Wien – Scriptural Reasoning unter dem Thema „Der höchste Tag“. Nur für Studierende und/oder Menschen unter 35!
• Do, 11.10., 15:00-17:00: Stadtspaziergang „Am Jisrael Chai – das Volk Israel lebt“ mit Gerti Schmidt
• Mo, 30.10., 15:30: Beginn der Reihe „Die Geburt und Jugend des Mose nach Ex 1-2 in frühjüdischen und frühchristlichen Interpretationen“ mit Agnethe Siquans
• AVISO: Mo, 12.11., 14:00-19:30: Symposium „Israel´s 70th Anniversary: Insights and Perspectives. Politics – Culture – Religion“, organisiert von Regina Polak
• Programm Mechaye haMetim - Der die Toten auferweckt

MECHAYE HAMETIM EXKURSION

„Leonard Bernstein, Ein New Yorker in Wien“

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„Zu unserer Belehrung geschrieben“





LIEBESLIEDER VOM SCHTETL BIS NEW YORK

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Einladung zur Matinée

JÜDISCHE SKLAVEN IN EINER 'JUDENREINEN' STADT

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) und das Institut für Ungarische Geschichtsforschung in Wien laden Sie herzlich zu einer Gedenktour "JÜDISCHE SKLAVEN IN EINER 'JUDENREINEN' STADT" am 25. September 2018 zwischen 15 und 18 Uhr ein.
Wir treffen uns um 15:00 Uhr im Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) und das Programm endet im Collegium Hungaricum Wien, wo bei kleinen Erfrischungen die Möglichkeit für Schlussbemerkungen und Diskussion besteht.
Das detaillierte Programm finden Sie unten.

Bitte melden Sie sich unter geschichte@collegiumhungaricum.at bis Sonntag, den 23. September an und bringen Sie einen gültigen Lichtbildausweis mit!

Mit freundlichen Grüßen,
Ihr Collegium Hungaricummehr …

Was eine Fürbitte alles kann…

Ende 2016 erwähnte der Präsident des ICCJ, Philipp Cunningham, dass in seiner Pfarre die jüdischen Feiertage immer zum Anlass genommen werden, eine Fürbitte für das Wohlergehen der jüdischen Gemeinde auszusprechen. Dabei solle es nicht um ein Beten zur Bekehrung der Juden gehen, sondern darum, über die jüdischen Feiertage zu lernen und des jüdischen Lebens bewusst zu werden. Davon ließ sich der Diözesanbeauftragte für christlich-jüdische Beziehungen, Ferenc Simon, inspirieren. In Zusammenarbeit mit dem übrigen Vorstand des Koordinierungsausschusses formulierte er Fürbitten und Erläuterungen, die sich wie ein Lauffeuer über Facebook verbreiteten. Es begann zu Channukkah, das in 2016 genau auf Weihnachten fiel, und ging mit Pessach und Schawuot weiter. Wir möchten alle christlichen Gemeinden herzlich einladen, sich der Fürbitte anzuschließen und sie in den Gottesdienst aufzunehmen:mehr …

Umweltschutz in Judentum und Christentum

Umweltschutz ist gelebte Beziehung - Martin Jäggle über Schöpfungsverantwortung in Juden- und Christentum
Quelle: orf.at

Neujahr

Sehr geehrter Herr Präsident!
Sehr geehrter Herr Oberrabbiner!
Liebe Mitglieder der Kultusgemeinde!

Der Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit sendet allen Jüdinnen und Juden von Herzen Grüße zum neuen Jahr. Bewegend ist, dass dieser Neuanfang immer auch mit Umkehr in Verbindung steht. Die am Donaukanal abgehaltenen Taschlich Zeremonien machen die Auseinandersetzung mit den menschlichen Schwächen in der Öffentlichkeit sichtbar und zeigen, wie sehr jüdisches Leben wieder Teil der Gesellschaft geworden ist.
Über jeder jüdischen Bürgerin und jedem jüdischen Bürger möge das Auge des Ewigen weilen und im kommenden Jahr beschützen.
Mögen Sie alle eingeschrieben werden in das Buch des Lebens des Ewigen! Wir wünschen der Israelitischen Kultusgemeinde, stellvertretend ihrem Oberrabbiner Arie Folger und ihrem Präsidenten Oskar Deutsch und allen jüdischen Nachbarn ein freudiges und süßes neues Jahr 5779 – Schanah towah umetukah! Sollten jedoch auch weniger süße Tage kommen, möchten wir Ihnen auch in diesem Jahr unseren Beistand und unsere Unterstützung zusagen!

Mag. Stefanie Plangger
(Geschäftsführerin des Koordinierungsausschusses für christlich-jüdische Zusammenarbeit)

Prof. Dr. Martin Jäggle
(Präsident des Koordinierungsausschusses für christlich-jüdische Zusammenarbeit)

NEUE GESCHÄFTSFÜHRERIN: Stefanie Plangger

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Stefanie Plangger stammt aus Oberösterreich (Großraum Linz) und studierte zunächst an der Universität Innsbruck Katholische Theologie. Seit den ersten Studientagen besteht eine Faszination für das Erste Testament, den Dialog zum Judentum und das Land Israel. Mehrere Aufenthalte in Israel hinterließen einen lebendigen Eindruck von unterschiedlichen jüdischen Lebenskulturen. Nach dem Studium folgten Tätigkeiten in der Erwachsenenbildung (Haus der Begegnung in Innsbruck) und der Pastoral (Hall in Tirol). Die Freude am Ersten Testament führte Plangger im Jahr 2013 nach Straßburg/Frankreich um ein Doktoratsstudium im Bereich Altes Testament zu absolvieren. Gleichzeitig war sie in den letzten Jahren Teil einer internationalen Septuaginta-Forschungsgruppe (HTLS – Historical and Theological Lexicon of the Septuagint).

Einladung

Symposium1 5.10.2018
Symposium2 5.10.2018

Newsletter September 2018

Sehr geehrte Damen und Herren,
zunächst kündigen wir sehr erfreut an, dass ab September die neue Geschäftsführerin Dr.in Stefanie Plangger ihren Dienst antreten wird. Nähere Informationen folgen im Lauf des kommenden Monats. Das neue Semester kommt nach dem Sommer erst langsam wieder in Schwung. Das noch sommerliche Wetter können Sie mit einem interessanten Stadtspaziergang ausnutzen:
Auf den Spuren der Zeitgeschichte in Gersthof
Bei dem Rundgang begeben wir uns auf die Spuren von Menschen und ihrer Lebensgeschichte im 20. Jahrhundert, besonders auch zu Schauplätzen der NS-Zeitgeschichte in Gersthof.
• So, 16.09., 14:00
• Treffpunkt: Haltestelle Linie 41, Station "Türkenschanzpark"
• Dauer ca. 2 Stunden
• Rückfragen: Dietfried Olbrich (0699/13048677)
All unseren jüdischen Mitgliedern und Interessent_innen wünschen wir schon vorab ein frohes neues Jahr 5779 und gmar chatimah tovah! 

Benedikt XVI. irritiert das Judentum

Ein jüngst publizierter aufsatz des emeritierten Papstes scheint hinter die aussagen des II. Vatikanums über die Juden zurückzugehen.

Von Martin Jäggle

Jüdisch-christlicher Dialog als Widerstand gegen Antisemitismus

Christen und Juden heben bei Buchpräsentation im Jüdischen Museum Wien Bedeutung der Zusammenarbeit hervor - Potenziale der Konzilserklärung "Nostra aetate" noch nicht ausgeschöpft

Das Bekenntnis zum jüdisch-christlichen Dialog und dessen sichtbare Pflege auf Augenhöhe ist ein wichtiger Beitrag, um dem zuletzt wieder aufkeimenden Antisemitismus zu begegnen. Das war Tenor der Präsentation des Sammelbandes "Erneuerung der Kirchen - Perspektiven aus dem christlich-jüdischen Dialog" am Montagabend in Wien, bei der Vertreter der beiden Religionen teilnahmen: u.a. die katholischen Theologen Martin Jäggle und Wolfgang Treitler als zwei der vier Herausgeber des Buches, der Wiener Oberrabbiner Arie Folger sowie der Protestant Helmut Nausner und der Jude Willy Weisz vom christlich-jüdischen Koordinierungsausschuss. Begrüßt wurden die Gäste von Gastgeberin Danielle Spera, Direktorin im Jüdischen Museum.
Der Präsident des Koordinierungsausschusses, Martin Jäggle, beklagte den immer noch vorhandenen Antisemitismus im kirchlichen Alltag - und dies trotz der wegweisenden Konzilserklärung "Nostra aetate", mit der katholischerseits die bleibende Erwählung des Judentums, in dem das Christentum wurzelt, bestätigt wurde und damit dem jahrhundertelangen Antijudaismus die theologische Grundlage entzogen wurde. Als Beispiel nannte Jäggle eine Predigt, in der gesagt wurde, "man dürfe den Juden keine Vorwürfe machen, denn sie haben es nicht anders gewusst". mehr …

Buch

Einladung Erneuerung

ICCJ Konferenz in Budapest

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Jüdisches Leben in Krems

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Eine Spurensuche jüdischen Lebens auf dem Friedhof
Mit Mag. Ingrid Oberndorfer als fachkundiger Referentin machte sich eine Gruppe von ReligionslehrerInnen und StudentInnen auf, um zuerst den letzten (erkennbaren) Friedhof in Krems zu besuchen. Zur Einführung erklärte uns die begeisterte Historikerin, dass jüdische Geschichte in Niederösterreich über 1000 Jahre alt ist und es immer wieder durch die Jahrhunderte ein auf und ab in den Beziehungen gegeben hat. Ein Fixpunkt der jüdischen Gemeinde sollte jeweils der Friedhof sein, der nach jüdischem Recht auf ewig bestehen muss. Dass auch hier politische Veränderungen dieses Recht immer wieder ignoriert haben, ist auch in Krems nachvollziehbar. Auf viele Details wurde während des Weges durch den Friedhof hingewiesen.
Ein Kunstwerk von Hans Kupelwieser schwebt als Metallband in der Länge von 48 Metern über dem Boden und fordert Respekt. Diese Schwelle markiert eine Grenze zwischen Erinnern und Vergessen und thematisiert damit Vertreibung und Ermordung der Kremser Juden.
Trotz eisiger Kälte sind im Anschluss noch einige KollegInnen zu einem abgekommenen Friedhof mitgefahren, der heute als Weingarten in Verwendung ist.
EINIGE FOTOS
 
Website von Ingrid Oberndorfer: http://ingrid-oberndorfer.com/
Jüdische Friedhöfe in Krems: http://judeninkrems.at/judische-friedhofe-in-krems/

Gedenkfahrt nach Dachau mit Opferangehörigen und Bischof Scheuer

Erinnerung an ersten Gefangenentransport aus Österreich - Historikerin Putz: Mehr als 1.000 Oberösterreicher im oberbayerischen KZ inhaftiert - Ökumenisches Gedenken auch
Am 12. März 2018 jährt sich der Einmarsch der Deutschen Wehrmacht in Österreich zum 80. Mal. Bereits am Tag danach begannen die Nationalsozialisten, ihnen nicht genehme Personen zu verhaften; viele davon kamen bald darauf in das oberbayerische Konzentrationslager Dachau. Die jetzt dort bestehende Gedenkstätte ist auch Ziel einer von der Katholischen Aktion Oberösterreich und der Jägerstätter-Biographin Erna Putz organisierten Fahrt in Erinnerung an die dort inhaftierten Österreicher: An der Busfahrt und an der Gedenkfeier im ehemaligen KZ am 13. März 2018 nehmen neben Angehörigen von Opfern auch der Linzer Bischof Manfred Scheuer, der evangelische Superintendent Gerold Lehner und Altlandeshauptmann Josef Pühringer teil.mehr …

„Wenn dein Kind dich fragt…“

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Anlässlich des Tags des Judentums fand erstmals eine gemeinsame Veranstaltung des Grazer Komitees für christlich-jüdische Zusammenarbeit und der Jüdischen Gemeinde Graz statt. Zum Thema „Wenn dein Kind dich fragt…“ Jüdische und christliche Zugänge zu religiöser Erziehung heute referierten die Prof. für Religionspädagogik und Katechetik an der Kathol.-Theol. Fakultät der Universität Wien, Dr. Andrea Lehner-Hartmann, und der Präsident der Jüdischen Gemeinde in Graz, MMag. Elie Rosen. Elie Rosen hob die zentrale Rolle der Familie bei der Weitergabe jüdischer Tradition und religiöser Werte hervor. Andrea Lehner-Hartmann betonte die Wichtigkeit, Kinder in ihren existentiellen Fragen ernst zu nehmen und mit ihnen gemeinsam nach Antworten zu suchen. Christine Rajič, die Moderatorin, brachte anschließend die beiden Vortragenden und das zahlreich erschienene Publikum miteinander ins Gespräch.
Sabine Maurer

„Unsere gemeinsame Hoffnung“

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Unsere gemeinsame Hoffnung“ lautete heuer das Motiv des ökumenischen Gottesdienstes am Tag des Judentums (17. Jänner). Erstmals fand die Feier in der Stadtpfarrkirche statt. Hier lag das mittelalterliche jüdische Viertel bis zur Vertreibung der Juden aus Graz im 15. Jahrhundert.
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Die Vision des Propheten Jesaja von der Versöhnung der Völker durch Gottes Gerechtigkeit und Frieden bildete den Kern des Gottesdienstes. Die Predigt hielt Prof. Martin Jäggle, Vorsitzender des österreichischen Koordinierungsausschusses für christlich-jüdische Zusammenarbeit. Er bezog die biblische Vision in eindrücklicher Weise auf drängende Fragen nach Gerechtigkeit und Recht in den aktuellen politischen und gesellschaftlichen Verhältnissen Österreichs. Musikalisch wurde die Feier durch den Chor der Stadtpfarrkirche unter der Leitung von Andrea Fournier bereichert.

Peter Ebenbauer

Erich Leitenberger: Die Kirchen kommen einander umso näher, je mehr sie sich Jesus Christus nähern

Kardinal Schönborn würdigt beim traditionellen Ökumenischen Empfang in Wien positive Signale – Ehrenmitgliedschaft der Stiftung „Pro Oriente“ für Metropolit Arsenios und den koptischen Bischof Anba Gabriel

Ein eindrucksvolles Bild der Ökumene, das er 1991 bei seinem TV-Antrittsinterview als Wiener Weihbischof mit dem legendären „Anchorman“ Robert Hochner erstmals verwendet hatte, stellte Kardinal Christoph Schönborn am Mittwochabend an den Beginn des traditionellen Ökumenischen Empfangs im Erzbischöflichen Palais: Die christliche Ökumene als Rad mit Jesus Christus als Nabe und den Konfessionen als Speichen, die einander umso näher kommen, je mehr sie sich der Nabe nähern. Im Rückblick auf das Jahr 2017 nannte der Wiener Erzbischof zwei positive ökumenische Großereignisse: Das 500-Jahr-Gedenken der Reformation, ein „gesegnetes Jahr, das uns gelehrt hat, den Auftrag Jesu neu zu sehen und ihn gemeinsam zu leben“ und das 50-Jahr-Gedenken des Aufbruchs der Charismatischen Erneuerung in der katholischen Kirche, bei dem Papst Franziskus deutlich gemacht habe, dass man die Mühe der theologischen Ökumene weiterführen müsse, historische Kirchen und Freikirchen aber vor allem vor der Aufgabe stehen, gemeinsam voranzugehen. Positive Signale bedeuteten aber auch die spirituelle und missionarische Erneuerung in den Kirchen, die sehr lebendige „christliche Immigration“ (mehr als die Hälfte der Immigranten in Österreich sind Christen) und das „singuläre ökumenische Projekt“ der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule (KPH) Wien-Krems, an der die Ausbildung der Religionslehrkräfte für den Pflichtschulbereich von den verschiedenen Kirchen gemeinsam getragen wird, so der Wiener Erzbischof. Wörtlich meinte Kardinal Schönborn: „Es hilft auch meinem Kleinglauben, zu sehen, dass Christus wirklich am Werk ist“. mehr …

Jüdisch-christliche Basisinitiativen in Deutschland und ­Österreich nach 1945

Biblische Freundschaft

Studien zu Kirche und Israel. Neue Folge (SKI.NF), Band 12
Edith Petschnigg

Von einer Lehre der Verachtung zu einer Lehre des Respekts: Nach 1945 erkannten Kirchen und Theologie langsam ihre antijüdische Geschichte und ihre Mitschuld an der Schoah. Ein wesentliches Resultat dieses Umdenkprozesses stellt der jüdisch-christliche Dialog dar. In Deutschland und Österreich etablierten sich in den Nachkriegsjahrzehnten jüdisch-christliche Basisinitiativen auf Grundlage der Hebräischen Bibel als ­gemeinsamer Glaubensurkunde von Judentum und Christentum.

Vier Pionierinitiativen stehen im Zen­trum der Monographie, die Genese, Entwicklung und Bibelrezeptionen dieser Bildungsformate analysiert. Die qualitativ orientierte Studie gewährt den Wahrnehmungen und Erinnerungen von Dialogakteurinnen und ‑akteuren breiten Raum.

Zu kaufen hier…

Die Ökumenepreis-Dokumentation „Tag des Judentums.

20170601_174821_c_ThomasDasek-EPD (003)_600Einstimmungen in den Tag des Judentums 2014-2018 – Christen und Juden gemeinsam“, hg. Elisabeth Lutter, ist erschienen und wird am 31. Jänner 2018 beim Ökumenischen Empfang des Herrn Kardinals Dr. Christoph Schönborn präsentiert werden.

Die Arbeitsgemeinschaft „Vernetzte Ökumene Wien West“ (Dekanate 13-19) gibt es seit 2005. Es geht ihr darum, ökumenisch-gemeinsam das „Testament Jesu“ zu erfüllen, „dass alle (Christen) eins seien“ und in diesem Geist zentrale Anlässe des Kirchenjahres zu gestalten: Passion, Pfingsten, Erntedank - und auch den „Tag des Judentums“. Dieser wurde im Jahr 2000 vom ökumenischen Rat der Kirchen eingeführt, um am Vorabend der Weltgebetswoche für die Einheit der Christen an deren gemeinsame Wurzeln im Judentum zu erinnern – und an die gemeinsame Schuld: die Feindschaft mit den Juden bis hin in die Katastrophe der Schoa. Ein jährlicher ökumenischer Gottesdienst des Ökumenischen Rats der Kirchen in Österreich ist diesem Gedenken gewidmet. mehr …

„Wir wissen um unsere Schuld“ – Kardinal Christoph Schönborn an die IKG

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Jäggle: Tag des Judentums

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Das Alte Testament dient im gesellschaftlichen und kirchlichen Alltag zu oft als eine Art Negativfolie des Neuen Testamentes, ja es wird sogar ein Gegensatz zwischen dem Testament des Gesetzes und dem Testament der Liebe konstruiert, und als "alttestamentarisch" werden besondere Unmenschlichkeiten, Grausamkeiten und Grauslichkeiten bezeichnet.

Dabei sind das Gebot der Nächstenliebe und die Sorge um die Feinde im Alten Testament fest verankert, das Neue Testament erinnert daran. Und "Aug um Aug" war keine Strafformel, sondern eine Regelung für den zu leistenden Schadenersatz und das Schmerzensgeld, usw. Das negative Vorzeichen, mit dem das Alte Testament versehen ist, fördert, ja festigt die Ablehnung des Judentums. Zu bedenken, wie das Christentum mit seinem Antijudaismus die Shoa vorbreitet und ermöglicht hat, würde die Rede vom christlichen Europa mit jener Scham verbinden, die zur Reinigung des Gedächtnisses und zur Erneuerung christlichen Glaubens führt.

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Antisemitismus

"Jedem gesellschaftlichen und persönlichen Antisemitismus entgegentreten": Diesen Grundsatz hat der evangelisch-lutherische Bischof Michael Bünker seiner Stellungnahme anlässlich des Holocaust-Gedenkens am Donnerstag vorangestellt. Und auch Persönlichkeiten aus dem Bereich der katholischen Kirche haben sich in diesem Sinn geäußert. Der Präsident des Koordinierungsausschusses für christlich-jüdische Zusammenarbeit, Martin Jäggle, warnte vor "Dammbrüchen" und stellte sich wie Bünker auf die Seite der Israelitischen Kultusgemeinde, die eine Teilnahme an der Parlamentsveranstaltung anlässlich des Internationalen Tages des Gedenkens an die Opfer des Holocaust am Donnerstag im Palais Epstein absagte.

Der Wiener Diözesanbeauftragte für christlich-jüdische Zusammenarbeit, Ferenc Simon, pochte auf die Verantwortung gerade von Christen, gegen jede Form von Judenfeindlichkeit aufzutreten. Kritik am "Fall Landbauer", ausgelöst durch antisemitische Texte im Liederbuch der schlagenden Burschenschaft "Germania", äußerten Männerorden-Vertreter P. Franz Helm und Berthold Brandstetter von der Katholische Aktion (KA) in Oberösterreich.

Die Stellungnahmen erfolgten im Vorfeld des UN-Gedenktages "International Holocaust Remembrance Day" am 27. Jänner, der Anlass für eine Gedenkveranstaltung auch in Österreich ist: Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka lud zu einem mit Zeitzeugengespräch und einer Podiumsdiskussion am Donnerstagnachmittag ins Palais Epstein, an der neben Staatssekretärin Karoline Edtstadler und Danielle Spera, Direktorin des Jüdischen Museums Wien, auch Vertreter von Religionsgemeinschaften teilnehmen sollten. Die Israelitische Kultusgemeinde (IKG) nimmt an der Veranstaltung nicht teil; sie hatte bereits davor angekündigt, an keinen Gedenkveranstaltungen teilzunehmen, bei denen FPÖ-Minister anwesend sind - wegen des Gedankenguts deutschnationaler Burschenschafter und deren antisemitischen Tendenzen.
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Kirchen bekennen sich zum Dialog mit dem Judentum

Gottesdienst des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich zum "Tag des Judentums" - Oberkirchenrätin Bachler fordert "ständigen, aktiven, von gegenseitiger Wertschätzung getragenen Dialog"
Wien, 18.01.2018 (KAP) Zum "ständigen, aktiven, von gegenseitiger Wertschätzung getragenen Dialog zwischen Christen und Juden" hat die evangelische Oberkirchenrätin Ingrid Bachler aufgerufen. Ein solcher Dialog sei zum einen eine absolute Notwendigkeit, zum anderen auch eine große Bereicherung, sagte Bachler in ihrer Predigt am Mittwochabend beim Gottesdienst des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) in Wien. An dem Gottesdienst in der altkatholischen Heilandskirche nahmen u.a. ÖRKÖ-Vorsitzender Landessuperintendent Thomas Hennefeld, Dechant Ferenc Simon (Katholische Kirche), Bischof Heinz Lederleitner (Altkatholische Kirche), Bischofsvikar Patrick Curran (Anglikanische Kirche) sowie Pastorin Esther Handschin und Pastor Helmut Nausner (Methodistische Kirche) teil. mehr …

Wien: Gedenken an jüdisches Gemeindeleben vor 1938

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Vertreter der Kirchen bekennen christliche Schuldgeschichte am Antisemitismus - Kultusgemeinde-Generalsekretär Fastenbauer mahnt gemeinsame Wachsamkeit von Christen und Juden gegen Antisemitismus ein

Der Erinnerung an das jüdische Gemeindelebens in Wien-Hernals vor 1938 war am Dienstagabend in der Bezirksvorstehung eine Veranstaltung gewidmet. Vertreter von katholischer und evangelischer Kirche, der Kultusgemeinde und der Politik ergriffen dabei das Wort. Evelyn Adunka, Autorin des Buches "Jüdisches Leben in der Wiener Vorstadt - Ottakring und Hernals", berichtete, dass damals von den 175.000 Mitgliedern der Wiener Kultusgemeinde 2,6 Prozent, also etwa 4.500 Menschen, in Ottakring, und 2 Prozent in Hernals lebten. Die Veranstaltung fand im Vorfeld des "Tages des Judentums" statt, den die christlichen Kirchen immer am 17. Jänner begehen.
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Einladung Tag des Judentums

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