Lokalkomitee Graz

„Wenn dein Kind dich fragt…“

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Anlässlich des Tags des Judentums fand erstmals eine gemeinsame Veranstaltung des Grazer Komitees für christlich-jüdische Zusammenarbeit und der Jüdischen Gemeinde Graz statt. Zum Thema „Wenn dein Kind dich fragt…“ Jüdische und christliche Zugänge zu religiöser Erziehung heute referierten die Prof. für Religionspädagogik und Katechetik an der Kathol.-Theol. Fakultät der Universität Wien, Dr. Andrea Lehner-Hartmann, und der Präsident der Jüdischen Gemeinde in Graz, MMag. Elie Rosen. Elie Rosen hob die zentrale Rolle der Familie bei der Weitergabe jüdischer Tradition und religiöser Werte hervor. Andrea Lehner-Hartmann betonte die Wichtigkeit, Kinder in ihren existentiellen Fragen ernst zu nehmen und mit ihnen gemeinsam nach Antworten zu suchen. Christine Rajič, die Moderatorin, brachte anschließend die beiden Vortragenden und das zahlreich erschienene Publikum miteinander ins Gespräch.
Sabine Maurer

„Unsere gemeinsame Hoffnung“

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Unsere gemeinsame Hoffnung“ lautete heuer das Motiv des ökumenischen Gottesdienstes am Tag des Judentums (17. Jänner). Erstmals fand die Feier in der Stadtpfarrkirche statt. Hier lag das mittelalterliche jüdische Viertel bis zur Vertreibung der Juden aus Graz im 15. Jahrhundert.
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Die Vision des Propheten Jesaja von der Versöhnung der Völker durch Gottes Gerechtigkeit und Frieden bildete den Kern des Gottesdienstes. Die Predigt hielt Prof. Martin Jäggle, Vorsitzender des österreichischen Koordinierungsausschusses für christlich-jüdische Zusammenarbeit. Er bezog die biblische Vision in eindrücklicher Weise auf drängende Fragen nach Gerechtigkeit und Recht in den aktuellen politischen und gesellschaftlichen Verhältnissen Österreichs. Musikalisch wurde die Feier durch den Chor der Stadtpfarrkirche unter der Leitung von Andrea Fournier bereichert.

Peter Ebenbauer

UNTERWEGS AUF JÜDISCHEN SPUREN

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Die alljährlich vom Grazer Komitee veranstaltete Exkursion führte diesmal ins Südburgenland und nach Westungarn. Die erste Station der Studienfahrt am 16. Juni 2017 war die Stadt Güssing, den meisten bekannt durch ihre weithin sichtbare, hoch aufragende Burg, in der die Grafen Batthyány residierten. Diesen Burgherren unterstanden die Güssinger Jüdinnen und Juden ab Beginn des 18. Jahrhunderts.mehr …

WENN FREMDE IN EUREM LAND WOHNEN

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Graz. Das Motto für den ökumenischen Gottesdienst zum heurigen „Tag des Judentums" in der Grazer Herz-Jesu-Kirche war brandaktuell.mehr …

RELIGIONEN UND DIE BEGEGNUNG MIT DEM ANDEREN

AUF DEM WEG ZU EINER NEUEN KULTUR DES MITEINANDERS
Graz. Am 14.1.2015 fand an der Kath.-Theol. Fakultät Graz ein öffentlicher Studientag zu Fragen des Miteinanders von Religionen und Kulturen statt, der mit großem Interesse verfolgt wurde. Die schon seit einigen Jahren im Raum stehende Aktualität des Themas wurde durch die schrecklichen Ereignisse der letzten Wochen in Paris nur noch deutlicher.
Welche Haltung ist gefordert, um dem Konflikt- und Gewaltpotenzial der gegenwärtigen Auseinandersetzungen zwischen religiös mitgeprägten politischen Ideologien und der westlichen Zivilgesellschaft zu begegnen? Was können die Religionen selbst, aus ihren eigenen Ressourcen heraus, zur Bewältigung der kritischen Situation beitragen?mehr …

JÜDISCHES LEBEN: ERINNERUNG UND GEGENWART

Graz. Zu einer Studienfahrt „Auf den Spuren jüdischen Lebens im ehemaligen Westungarn" lud das Grazer Komitee für christlich-jüdische Zusammenarbeit am Himmelfahrtstag, dem 29. Mai 2014. Die bis auf den letzten Platz ausgebuchte Fahrt führte nach Stadtschlaining, Rechnitz und Szombathely/ Steinamanger.
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LUTHER UND DIE JUDEN

Graz. In der evangelischen Gemeinde Graz-Heilandskirche war im Mai und Juni 2014 die Ausstellung „'Drum immer weg mit ihnen.' Martin Luthers Sündenfall gegenüber den Juden" zu sehen. Professor Frank Crüsemann sprach bei der Eröffnung zu  „500 Jahre Reformation – Luther, die Juden und wir".
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OTHMAR GÖHRING (1938-2013)

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Graz. Am 5. Mai – wenige Tage vor seinem 75. Geburtstag – verstarb Othmar Göhring nach langem schwerem Leiden.mehr …

GERECHTIGKEIT, GERECHTIGKEIT, IHR SOLLST DU NACHJAGEN!

Graz. Rektorin Christa Schrauf (Diakonie Gallneukirchen OÖ) hielt die Predigt beim diesjährigen Gottesdienst zum „17. Jänner – Tag des Judentums" in der Grazer Heilandskirche.
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„Das Streben nach Gerechtigkeit gehört zu den zentralen Inhalten des jüdischen Glaubens", betonte sie. Der Gerechtigkeit solle nachgejagt werden, weil sie ein Miteinander gelingen lässt und sozialen Frieden gewährleistet, so Schrauf bei ihrer Auslegung der Worte aus dem 5. Buch Mose 16,20:
Gerechtigkeit, Gerechtigkeit - ihr sollst du nachjagen, damit du Leben hast und das Land in Besitz nehmen kannst, das der Herr, dein Gott, dir gibt. mehr …

ABRAHAM UND DER DIALOG DER RELIGIONEN

Graz. „Abraham – Basis für den interreligiösen Dialog von Judentum, Christentum und Islam?“ hieß das Thema einer Veranstaltung, zu der das Grazer Komitee für christlich-jüdische Zusammenarbeit in Zusammenarbeit mit der Katholisch-theologischen Fakultät am 13.November 2012 eingeladen hatte.
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DAS JUDENTUM IN DER CHRISTLICHEN BILDWELT

Graz. Vom 29. April bis zum 1. Mai 2012 fand im Bildungshaus Graz-Mariatrost eine Tagung des Koordinierungsausschusses für christlich-jüdische Zusammenarbeit statt, die in Kooperation mit dem Christlich-jüdischen Komitee Graz, dem Centrum für Jüdische Studien und der Theologischen Fakultät Graz realisiert werden konnte. Das Tagungsthema war erstmals in Österreich der Kombination von Kunst und Judentum gewidmet und lautete „Das Judentum in der christlichen Bildwelt“. Graz bot sich als
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GOTTES LICHT UND GLANZ IM WIDERSCHEIN DES JÜDISCHEN UND CHRISTLICHEN WEGES

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Mit einem ökumenischen Gottesdienst wurde der Tag des Judentums am 17. Januar in der Herz-Jesu-Unterkirche in Graz feierlich begangen.
Mit dem Entzünden von Kerzen und einem Lichtersegen nahm man das Thema „Gottes Licht und Glanz im Widerschein des jüdischen und christlichen Weges“ zu Beginn symbolisch auf. Im Zentrum der Feier stand die biblische Erzählung von der Darstellung Jesu im Tempel Lk 2, 21-40.mehr …

VORGEBURTLICHES LEBEN

Graz. Wann beginnt menschliches Leben? Mit dieser Frage und den ethischen und religiösen Herausforderungen durch die Reproduktionsmedizin beschäftigte sich eine interreligiöse Veranstaltung am 30. November 2011 in der Synagoge, die das Grazer Komitee für christlich-jüdische Zusammenarbeit initiierte.
 
In ihren Einleitungsworten zu diesem Abend machte die Vorsitzende des Grazer Komitees, Sabine Maurer, darauf aufmerksam, dass der religiöse Aspekt in den öffentlichen Debatten über medizinethische Themen häufig zu kurz kommt, bzw. bewusst ausgeblendet wird. Daher sollten an diesem Abend einmal die religiösen Hintergrundanschauungen der drei Bekenntnisse in den Blick genommen werden, ihre je spezifische Sicht vom menschlichen Leben und wie damit umzugehen ist.

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Die weithin bekannte Auffassung der röm.-katholischen Kirche erläuterte Herr Professor Walter Schaupp vom Institut für Moraltheologie der Universität Graz im Podiumsgespräch. Die katholische Auffassung, wonach mit der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle das menschliche Leben beginnt, unterscheidet sich sowohl von jüdischer als auch islamischer Sichtweise: Nach jüdischer Überzeugung, so Willy Weisz, (Vizepräsident des Koordinierungsausschusses für christlich-jüdische Zusammenarbeit) wird dem Embryo bis zum 40. Tag nach der Befruchtung ein geringerer Status zugesprochen als nach Ablauf dieser Frist, da ab diesem Zeitpunkt der Embryo als beseelt gilt. Daher sollte eine Abtreibung nach Möglichkeit vor dieser Frist stattfinden.
Die islamische Vertreterin Zeynep Elibol (Direktorin der Islamischen Fachschule für soziale Berufe) erläuterte ihre Tradition, in der der Embryo einen abgestuften Schutz genießt: Hier spielt in einigen Rechtsschulen der 40. Tag, in anderen  der 120. Tag nach der Befruchtung eine Rolle, ab dem der Embryo als beseelt angesehen wird. Die islamische und die jüdische Ansicht waren sich in vielen Punkten sehr ähnlich. So bejahen beide beispielsweise die In-Vitro-Fertilisation, wenn Samen- und Eizellenspenden von verheirateten Ehepartnern stammen und für ihren Nachwuchs eingesetzt werden.
 
Alle drei Diskussionspartner waren sich darin einig, dass die Forschung im Bereich der Reproduktionsmedizin weitergeführt werden solle, dass aber ein verantwortungsvoller Umgang mit diesen Möglichkeiten auch von den Kirchen und GlaubensGemeinschaften einzufordern sei. Die Podiumsdiskussion endete mit der Feststellung, dass ein interreligiöses Gespräch zu den Fragen des vorgeburtlichen Lebens aus unterschiedlicher religiöser Sicht sehr wertvoll und das Lernen aus den Traditionen der anderen weiterzuführen sei. Der Abend schloss mit angeregten Gesprächen bei Brot und Wein im Veranstaltungsraum der Synagoge.

Sabine Maurer

DAS ALTARBILD DER EVANGELISCHEN KIRCHE IN VOITSBERG

Voitsberg. Dem Altarfresko in der evangelischen Kirche in Voitsberg in der Steiermark war am 19. Jänner 2011 ein Vortragsabend mit anschließender Diskussionsmöglichkeit gewidmet.

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