Vorstand

Presseinformation zu Generalversammlung und Feierabend 65 Jahre

Vorstand
Bei der Generalversammlung am 26.0ktober 2021 wurde in Anwesenheit des Vorsitzenden des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ), Rudolf Prokschi, folgender Vorstand gewählt:
Jüdisch: Dr. Willy Weisz (Vizepräsident), Mag. Awi Blumenfeld, Univ. Prof. em. Dr. Michel Ash
Evangelisch: Dr. Margit Leuthold (Vizepräsidentin), Mag. Ruth Schelander-Glaser (Schriftführerin), Mag. Stefan Fleischner-Janits
Katholisch: Univ. Prof. i.R. Dr. Martin Jäggle (Präsident), Dechant Ferenc Simon (Finanzreferent), Dr. Elisabeth Birnbaum.
Davon wurden neu in den Vorstand gewählt:
Elisabeth Birnbaum, geb. 1969, promovierte 2007 in Katholischer Theologie mit einer Dissertation zum Buch Judith, forschte und lehrte seitdem als wissenschaftliche Mitarbeiterin an den bibelwissenschaftlichen Instituten der Universität Wien bzw. der Katholischen Privatuniversität Linz und hatte eine Gastprofessur für Biblische Theologie an der TU Dresden inne. Bis 2017 war sie als Projektmitarbeiterin im Rahmen eines FWF-Projekts über die Rezeption des Salomo in der Neuzeit in Musik und Literatur. Seit September 2017 ist sie Direktorin des Katholischen Bibelwerkes.
Awi Blumenfeld, geb. 1966, Historiker, lehrte und forschte an der Bar Ilan Universität/Israel. Schwerpunkte: die Shoah, zeitgenössisch-jüdische Geschichte und Museologie, Antisemitismus, Israel Studies sowie jüdische Religions- und Studienpädagogik. Er leitet das Institut Jüdische Religion an der Kirchlich Pädagogischen Hochschule (KPH) Wien/Krems sowie die historische Kommission der Claims Conference in Tel Aviv/Wien/Berlin.
Mitchell Ash, geb. 1948, Historiker, war von 1997-2016 Ordentlicher Universitätsprofessor für Geschichte der Neuzeit an der Universität Wien, seitdem emeritiert. Sein Forschungsschwerpunkt ist die Allgemeine Wissenschaftsgeschichte, mit Schwerpunkt Wissenschaftswandlungen in politischen Umbruchzeiten. Er ist Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Europäischen Akademie der Wissenschaften und der Künste. 2008 war er Gastprofessor in Jerusalem (European Studies Program, The Hebrew University of Jerusalem). Mitchell Ash ist Mitglied von Or Chadasch (Vorstandsmitglied 2006-2018) und Präsident des Israel Studies Center Vienna (seit 2021).
Stefan Fleischner-Janits, geb. 1982, Studium Evangelische Fachtheologie in Wien, mag. theol. Nach einer Journalismusausbildung einige Jahre freier Redakteur für "Die Furche". Seit 1. September 2021 Pfarrer der Evangelischen Messiaskapelle in Wien-Alsergrund, einem geschichtsträchtigen Haus. Dort war die Schwedische Israelmission, die verfolgten Juden zur Ausreise verhalf.

Ehrungen
Die Generalversammlung hat am 26.10.2021 Prof. Helmut Nausner zum Ehrenpräsidenten ernannt und Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg die Ehrenmitgliedschaft verliehen.
Prof. Helmut Nausner war von 1998 bis 2019 Vorstandsmitglied, von 2005-2011 Präsident und 2011-2019 Vizepräsident. U.a. hat er sich erfolgreich eingesetzt für die Einführung von „Tag des Judentums“ jeweils am 17. Jänner, am Vortag der Weltgebetswoche für die Einheit der Christen. Die IKG Wien zeichnete ihn für sein christlich-jüdisches Engagement 2012 mit der Torberg-Medaille.
Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg wird im Frühjahr 2022 das Dokument über die Ehrenmitgliedschaft feierlich übergeben. Was nur in Wien und Österreich möglich ist: Die Gruppe Schalom! Music between friends, eine Idee von Markus Himmelbauer, bei der u.a. em. Bischof Bünker am Schlagzeug sitzt, der Abtprimar Wolf Flöte spielt und Oberrabbiner Eisenberg singt. Miteinander musizieren ist nur möglich, wenn man aufeinander hört. Darum geht es auch im christlich-jüdischen Dialog.

Beim anschließenden Feierabend zu 65 Jahre wurden die Grußworte von Bischof Manfred Scheuer, von Oberkirchenrat Karl Schiefermair und von Rabbiner Schlomo Hofmeister verlesen.

Die Generalversammlung und der Feierabend 65 Jahre fanden im Othmarsaal, Wien 3., statt. Im Gebiet der Pfarre St. Othmar liegt die Gänseweide, auf der am 12.März 1421 über 200 Jüdinnen und Juden auf dem Scheiterhaufen verbrannt worden sind.

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