Mayr, Barbara SR. HEDWIG WAHLE PIONIERIN IM CHRISTLICH-JÜDISCHEN DIALOG

Seminararbeit zum Seminar „Rebellinnen, Reformerinnen, Pionierinnen: Ungewöhnliche Frauen in der Kirchengeschichte“ am Institut für Kirchengeschichte und Kirchliche Zeitgeschichte, Karl-Franzens Universität Graz, WS 2001/ 2002


INHALTSVERZEICHNIS
Einleitung
1. Biographisches zu Sr. Hedwig Wahle
1.1. Kindheit, Jugend in England
1.2. Studium in Österreich
1.3. Eintritt in den Orden der Wiener Kongregation der Sionsschwestern
2. Engagement im christlich-jüdschen Dialog
2.1. International Jewish-Christian Documentation Service (SIDIC) und Informationszentrum im Dienst der christlich-jüdischen Zusammenarbeit (IDCIV)
2.2. Gründerin der Zeitschrift Dialog-Du Siach
3. Andere Aufgaben und Publikationen
4. Stimmen zur Persönlichkeit Sr. Hedwig Wahle
5. Schlusswort
Bibliographie Quellen- und Literaturverzeichnis Anmerkungen
EINLEITUNG
Sr. Hedwig Wahle ist eine Frau, die ich aus zweierlei Gründen für meine Seminararbeit gewählt habe. Einerseits interessiert mich das Judentum, andererseits ist für mich der christlich-jüdische Dialog ein völlig neuer Aspekt, mit dem ich mich noch nie beschäftigt habe.
Ich empfinde es als reizvoll und spannend, mich mit einer Frau auseinander zu setzen, von der beziehungsweise über die es noch sehr wenig Literatur gibt – keine Biographie, bloß einige Erinnerungen von Menschen, die mit ihr gearbeitet und gelebt haben. Es war mir bewusst, dass es schwierig sein wird, an genügend Informationen für eine Seminararbeit heran zu kommen. Und doch wollte ich sehen, wie ich in so einem Fall zurechtkomme, nachdem ich schon öfter über Frauen geschrieben habe, wo mir Biographien und weitere Literatur zugänglich waren.
Wenn ich von Frauen höre, die sehr viel erreicht und bewirkt haben, stelle ich mir zwei Fragen: Was war das für eine Frau (im Hinblick auf ihr Wesen und ihren Charakter), und auf welche Weise hat sie ihr „Lebenswerk“ geschafft? Beide Fragen gelten für mich auch im Hinblick auf Sr. Hedwig Wahle. Im Rahmen dieser Seminararbeit versuche ich nun, dies aufzuzeigen.
Zur Kindheit und Jugend von Sr. Wahle waren mir sehr gute Informationen (von ihr selbst in einer Geschichte über ihre Familie aufgeschrieben) zugänglich. Im ersten Kapitel werde ich dies verarbeiten. Auch über ihr Studium in Österreich und über ihren Entschluss in den Orden der Sionsschwestern einzutreten, werde ich berichten.
Ein zweites Kapitel wird sich mit dem Engagement von Sr. Hedwig Wahle im christlich­jüdischen Dialog beschäftigen. Dabei wird auf Tätigkeiten in verschiedenen Wiener Institutionen bis hin zur Gründung einer Zeitschrift eingegangen. Daran schließt das dritte Kapitel, in dem wichtige Publikationen und Aufgabenbereiche von Sr. Wahle besprochen werden. Das vierte Kapitel widmet sich Stimmen zur Persönlichkeit von Sr. Hedwig Wahle, die ihr Wesen beschreiben.
Die Bibliographie beinhaltet einen Großteil der Publikationen von Sr. Wahle – sie wird allerdings nicht vollständig sein.
Bedanken möchte ich mich bei Frau Prof. Dr. Michaela Kronthaler und Herrn Dr. Markus Himmelbauer für ihre Unterstützung mit Wissen und Informationsmaterial beim Erstellen dieser Seminararbeit

1. BIOGRAPHISCHES ZU SR. HEDWIG WAHLE
1.1. KINDHEIT, JUGEND IN ENGLAND
Sr. Wahle wurde am 17. Dezember 1931 als Anna1) Wahle in Wien geboren. Ihr Vater Karl war Oberlandesgerichtsrat und Richter, ihre Mutter Hedwig war Versicherungsmathematikerin. Die Eltern waren jüdischer Abstammung und ließen sich katholisch taufen.
Nach dem Einmarsch von Hitler 1938 wurden judenfeindliche Gesetze2) eingeführt. Sie setzten fest, was unter „Jude“ zu verstehen sei. Sr. Hedwig Wahle formuliert dies in der Geschichte über ihre Familie sehr trefflich:
„Wer von vier jüdischen Großeltern abstammte, galt als „Volljude“; wenn nur zwei Großeltern Juden waren, dann war man ,Mischling'. Da meine vier Großeltern Juden waren, galten auch ich und mein um zwei Jahre älterer Bruder Franz als Juden.“3)
Die Eltern von Anna Wahle haben die Gefahr des Nationalsozialismus erkannt. Hedwig Wahle bemühte sich um die Möglichkeit einer Auswanderung, die es auch gegeben hätte. Karl Wahle war kriegsinvalid. Er hatte sich im Ersten Weltkrieg, beim Kampf um die Unabhängigkeit der Richter beim Militär, ein Nervenleiden zugezogen. Er konnte sich nicht vorstellen, dass ihm als gutem Österreicher etwas passieren sollte. Einer seiner Aussprüche war: „Lieber in Wien ein Märtyrer als in Amerika ein Schnorrer!“4)
Nach dem „Anschluss“5) wurde der Familie Wahle sehr bald bewusst, dass es für sie kein normales Leben in Österreich mehr geben würde.
Anna war zu diesem Zeitpunkt sechs Jahre alt. Sie und ihr Bruder Franz gingen in eine katholische Privatschule, die geschlossen wurde – ab Herbst 1938 besuchten die Geschwister eine andere Schule. Es gab Tage, an denen die Kinder nicht außer Haus durften. Es herrschte immer wieder große Unruhe im Haus, es wurde telefoniert, geflüstert, Anna merkte, dass irgendetwas nicht in Ordnung war. Erst später erkannte sie, dass es sich damals um den „Anschluss“ und die „Kristallnacht“6) gehandelt hatte.
Karl Wahle war als Richter Staatsbeamter und wurde aufgrund der „Hitlerischen Gesetze“ sofort seines Amtes enthoben.
Die Eltern beschlossen, ihre Kinder ins Ausland bringen zu lassen. Zuerst sollten sie nach Triest, weil dort ein Teil der Familie wohnte. Dies scheiterte aber daran, dass die Pässe von Anna und Franz nicht vollständig waren. Frau Wahle erhielt die Information, dass es Kindertransporte mit einem Sammelpass nach England gab, durchgeführt von einer Organisation, die sich „Gesellschaft der Freunde“7) nannte. Am 10. Jänner 1939 verabschiedeten sich Karl und Hedwig Wahle von ihren Kindern in der Meinung, sie nie wiederzusehen.
Die Zugfahrt nach England wurde von Erwachsenen begleitet, welche die Kinder umsorgten. In London wurde Franz in ein Heim, das „Bankton House“, gebracht, welches vom katholischen Komitee für Flüchtlinge von Deutschland eingerichtet wurde. Nach eineinhalb Jahren kam es zur Schließung des „Bankton Hause“. Danach besuchte Franz eine Jesuitenschule in Lancashire.
Anna wurde in ein Kloster der Sionsschwestern nach Brentwood in Essex gebracht, wo sie auch zur Schule ging. Sie konnte kein Wort Englisch und niemand, weder die Ordensfrauen, noch die anderen Kinder dort sprachen Deutsch. Somit gab es in den ersten Wochen Schwierigkeiten im Verständigungsbereich. Aber Anna war ein sehr intelligentes Kind und lernte schnell. Innerhalb von wenigen Monaten hatte sie gelernt, fließend Englisch zu sprechen und mühelos zu lesen.
Annas Kontakt zu ihrem Bruder Franz blieb in den ersten Monaten nur brieflich. Die erste Begegnung bereitete beiden große Freude – eine englische Dame lud sie in ihr Haus in London ein. Das nächste Mal sahen sich die Kinder zu Weihnachten, Anna verbrachte die Ferien im „Bankton House“. Diese Treffen waren für die Geschwister von großer Bedeutung. Franz drückt dies einmal in einem Brief an die Eltern aus: „Mein einziger Trost ist, dass sie zu Ostern wieder kommt.“8)
Die Osterferien verbrachten Franz und Anna bei Tante Cara, einer Verwandten ihrer Mutter. Cara emigrierte zu Kriegsbeginn mit ihrem Mann und ihren Kindern nach England. Sr. Hedwig schreibt in ihren Erinnerungen: „Sie war für uns beide als auch für andere Verwandte wie eine Ersatzmutter.“9)
Nach Ostern begegnete Anna ihrem älteren Bruder seltener. Der Grund war die Übersiedelung von Franz nach Lancashire. Durch die große Entfernung sahen sich die Geschwister nur noch zu Weihnachten und im Sommer in Blackpool, wo sie von einer Dame „Aunty Mary“ aufgenommen und liebevoll umsorgt wurden.
Auch die Korrespondenz zwischen den Eltern und ihren Kindern verringerte sich. Ab Mai 1942 erhielten Franz und Anna keine Nachricht mehr von ihren Eltern. Die Geschwister zweifelten am Leben ihrer Mutter und ihres Vaters.10)

Im August 1945 erreichte Anna und Franz der erste Brief. Daraus erfuhren sie, dass die Eltern drei Jahre lang unter falschem Namen in Wien gelebt haben und sich so den Verfolgungen der Gestapo entziehen konnten. Die Mutter meinte in einem Brief:
„Nach allem was wir durchgemacht haben, sind wir froh, dass wir das bloße Leben gerettet haben. Wenn wir noch gute Nachricht von unseren Kindern bekommen, werden wir wunschlos glücklich sein.“11)
Nach zwei Jahren gab es ein erstes Wiedersehen. Hedwig Wahle ließ sich zu einem Kongress nach Frankreich entsenden und bekam von dort aus ein Visum nach England. Für Anna war die Begegnung zu Weihnachten 1947 eine große Enttäuschung. Sie hatte ihre Mutter als schöne Frau in Erinnerung. Nach vielen Jahren sah sie ganz anders aus, sie war gealtert. Anna brauchte lange, um zu realisieren, dass diese Frau wirklich ihre Mutter sei, um sie zu akzeptieren und zu lieben.
Ihrem Vater begegnete Anna zum ersten Mal ein halbes Jahr später. Sie erwartete sich weniger und war beim ersten Wiedersehen angenehm überrascht.
Die Sommerferien 1948 und 1949 verbrachten Anna und ihr Bruder in Österreich mit ihren Eltern. Die Geschwister konnten nur mehr sehr wenig Deutsch, deshalb hatten sie sich mit den Unterschieden in der Sprache als auch mit der fremden Mentalität auseinander zu setzen. Nach und nach fing Anna an, ihre Eltern wieder kennen zu lernen.
Ein Wunsch der Eltern war es, dass ihre Kinder zurück nach Wien kämen, sobald die Stadt sicher sei. Annas Überlegungen diesbezüglich waren weniger eindeutig als jene von Franz. Er studierte bereits an der Londoner Universität und hatte beschlossen, dort zu bleiben, sich einen Beruf zu suchen und für seine Eltern ein zu Hause zu bereiten.12)

1.2. STUDIUM IN ÖSTERREICH
Anna nahm sich den Wunsch der Eltern vermutlich zu Herzen und entschloss sich dazu, ihr Studium in Österreich zu absolvieren, obwohl sie ursprünglich in England studieren wollte. Annas Entschluss, nach dem Studium in ein Kloster einzutreten, stand damals schon fest, und so kehrte sie mit dem Gedanken nach Wien zurück: „es sei ja nur für einige Zeit; denn dann gehe ich ins Kloster und da kann ich ja wieder zurück nach England.“13)
Anna studierte Mathematik und Physik. Über die Zeit bei ihren Eltern meinte Sr. Hedwig Wahle in ihrer Familiengeschichte: „Die Jahre bei den Eltern waren für uns alle nicht leicht. Und doch waren es sehr schöne Jahre.“14)
1954 legte Anna die Lehramtsprüfung ab und unterrichtete anschließend an mehreren Wiener Schulen.15)

1.3. EINTRITT IN DEN ORDEN DER SIONSSCHWESTERN „UNSERE LIEBE FRAU VON SION“
Ein Jahr nach ihrem Studienbeginn startete Anna das „Theologische Laienjahr“. Sie schrieb nach Paris in das Mutterhaus der Sionsschwestern15), um in den Wiener Sitz dieses Klosters eintreten zu können.16) Das Ordensziel der Sionsschwestern war es, sich für die Förderung der Verständigung zwischen Juden und Christen einzusetzen.17) Dies war auch zugleich einer der Gründe, warum Hedwig Wahle den Sionsschwestern beitreten wollte. Ein weiterer Grund dafür war, dass sie bereits ihre Kindheit in England bei den Sionsschwestern verbracht hatte.
Sr. Hedwig Wahle äußert sich zu ihrem Ordenseintritt folgendermaßen:
„Ich glaube, dass die Wurzeln sehr weit zurückreichen. Als wir Kinder waren, legte Vater großen Wert darauf, dass wir jeden Sonntag alle gemeinsam in die Burgkapelle zur Messe gingen, auch das Abendgebet sprach er meistens mit uns. In der 1. Volksschulklasse hatte ich als Katechet den späteren Dompfarrer Penall18). Ich glaube, dass er die Grundlage für meine spätere Berufung gelegt hat.“19)
1955 trat Anna in die Wiener Kongregation der Sionsschwestern ein, die seit 1889 existierte. Dort nahm sie den Namen Hedwig an. 1962 wurde Sr. Hedwig ausgewählt, nach Paris zu gehen, damit sie für das Gespräch zwischen Christen und Juden ausgebildet werden kann. Dieser Vorschlag kam von der damaligen Generalassistentin Sr. Colette20), welche meinte, jede Provinz solle eine Schwester zu dieser Ausbildung schicken. Sr. Hedwig verbrachte zwei Jahre in Paris, wo sie Hebräisch lernte und sich mit Judaistik beschäftigte. Als sie 1964 von Paris zurückgekehrte, inskribierte sie an der Wiener Universität Judaistik. Dadurch lernte Sr. Hedwig Wahle eine Reihe von Persönlichkeiten kennen, die sich für den jüdisch-christlichen Dialog interessierten. 1971 promovierte Sr. Hedwig Wahle mit der Dissertation: „Probleme der rabbinischen Anthropologie“.21)
Bereits zu diesem Zeitpunkt engagierte sie sich im Koordinierungsausschuss für christlich­jüdische Zusammenarbeit (KCJZ) und im Informationszentrum im Dienst der christlich­jüdischen Zusammenarbeit (IDCIV). (Diese beiden Institutionen werden im folgenden Kapitel noch dargelegt werden).
Nach Judaistik studierte Sr. Hedwig Wahle noch katholische Theologie. 1982 beendete sie dieses Studium mit der Diplomarbeit: „Die Bedeutung der Methode des alttestamentarischen Unterrichts für die Darstellung des Judentums.“ Danach war sie als Religionslehrerin an höheren Schulen tätig.22) Die damit verbundene Anstellungsbedingung des Stadtschulrates Wien, Zivilkleidung zu tragen, war für Sr. Hedwig kein Problem.23)
Die Wiener Ordensniederlassung wurde 1991 geschlossen. Danach pendelte Sr. Wahle zwischen Rom und Brüssel, wo sie sich durch Kurse, Vorträge und Veröffentlichungen für die christlich-jüdische Zusammenarbeit engagierte. Ihre letzten Jahre verbrachte Sr. Hedwig Wahle in London, wo ihr Bruder als katholischer Priester lebt24) Dort ist sie am 24. August 2001 verstorben.25)



2. ENGAGEMENT IM CHRISTLICH-JÜDSCHEN DIALOG
2. 1. INTERNATIONAL JEWISH-CHRISTIAN DOCUMENTATION SERVICE (SIDIC) UND INFORMATIONSZENTRUM IM DIENST DER CHRISTLICH-JÜDISCHEN ZUSAMMENARBEIT (IDCIV)
2.1.1. SIDIC
Zur Zeit des Zweiten Vatikanums wurde in Rom 1965 das SIDIC geschaffen - ein Internationales Dokumentationszentrum zur Förderung der jüdisch-christlichen Zusammenarbeit. Ausschlaggebend dafür war das Konzilsdokument „Nostra Aetate“26), welches das Verhältnis der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen, insbesondere dem Judentum, beinhaltete. Es wurde überlegt, wie die Aussagen bezüglich des Verhältnisses zwischen Juden und Christen in die Tat umgesetzt werden können. Dazu wurden Informationen benötigt:
„über die wichtigsten Ereignisse auf dem Gebiet der jüdisch-christlichen Verständigung in den verschiedenen Ländern, über die Reaktionen auf die Konzilserklärung, über die Schwierigkeiten, die auftauchen würden, über die neuen Möglichkeiten sowie über die Entwicklung dieser Frage in den anderen christlichen Kirchen und im Judentum.“27)
Schon während der Konzilsberatungen wurde Kontakt zu den Sionsschwestern aufgenommen. Deren Bestreben war es, in jedem Land kleine jüdisch-christliche Zentren zu errichten. Schwestern und andere Kontaktpersonen in den verschiedenen Ländern wurden gebeten, Informationen bezüglich des christlich-jüdischen Dialogs nach Rom zu schicken. Für Wien wurde Sr. Hedwig Wahle gebeten, dies zu übernehmen und die Informationen weiterzugeben.28)

2.1.2. IDCIV
Das Bewusstsein und die Notwendigkeit mehr für die Aufklärung über das Judentum im eigenen Land - in Österreich - zu tun, wurde immer deutlicher. So wurde 1967 ein Informationszentrum im Dienst der christlich-jüdischen Zusammenarbeit (IDCIV) gegründet. Als Ort dieses Zentrums diente das Kloster der Sionsschwestern in Wien.
Die Leiterin des IDCIV wurde Sr. Hedwig Wahle. Sie bekam den Auftrag, Bücher und Möbel zu kaufen, und so entstand in wenigen Monaten, ein kleines gemütliches Informationszentrum mit zirka 300 Büchern, einer Reihe von Zeitschriften, einigen Schallplatten, Bildern, Landkarten und Kultgegenständen. Dieser Raum sollte allen, die sich für das christlich­jüdischen Gespräch und die Bekämpfung des Antisemitismus29) interessieren, zur Verfügung stehen. Diese Einrichtung war für Vorträge, informative Aussprachen und Tagungen gedacht. Dort sollten vor allem Lehrpersonen, Erzieher und andere, die sich mit Jugendlichen befassen, die Möglichkeit haben, sich mit dem Gedankengut des Judentums vertraut zu machen und die für ihre Arbeit nötigen Informationen erhalten.
Das IDCIV (Informationszentrum im Dienst der christlich-jüdischen Zusammenarbeit) wurde kräftig unterstützt von zwei anderen christlich-jüdischen Organisationen, die auch in Wien ansässig waren: der „Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit“ (KCJZ) und die „Aktion gegen den Antisemitismus in Österreich“. Außerdem sollte das Informationszentrum in Ergänzung zum Institut für Judaistik der Universität Wien wirken.30) Die Haupttätigkeit des IDCIV bestand von Anfang an in monatlichen Vorträgen. Es wurden aber auch Ausstellungen, Synagogenführungen und die Teilnahme an einem jüdischen Gottesdienst angeboten. Die Organisation von Reisen, unter anderem nach Israel, sollte zur Vermittlung und einer besseren Kenntnis des Judentums dienen. Seminare und Tagungen standen am Programm, die Liste an Bemühungen, Veranstaltungen, Organisationen seitens des IDCIV ließe sich noch lange fortsetzen.31) Vieles davon verlief gut, wurde von den Menschen angenommen, manches weniger gut und rief Probleme hervor. Sr. Hedwig Wahle verlor jedoch niemals die Motivation. Ihr wird heute ein ausgezeichnetes Durchhaltevermögen und Engagement zugeschrieben.
Ihr Gedanke dahinter war stets: „Es kommt uns doch alle nur darauf an, dass möglichst viele Menschen zu einem echten Gespräch zwischen Juden und Christen geführt werden.“32) Sr. Hedwig Wahle leitete ehrenamtlich dieses Informationszentrum bis 1991.
Es wurde deutlich, dass die Vorträge des IDCIV auch die Mitglieder des Koordinierungsausschusses für christlich-jüdische Zusammenarbeit (KCJZ) immer mehr interessierten, deshalb vereinigte man 1971 die Adressenkarteien beider Institutionen. Die Statutenänderung des KCJZ schaffte 1974 die Stelle eines geschäftsführenden Präsidenten beziehungsweise einer geschäftsführenden Präsidentin, zu der Hedwig Wahle gewählt wurde.33)

2.2. GRÜNDERIN DER ZEITSCHRIFT DIALOG-DU SIACH
Seit 1990 publiziert der KCJZ (Koordinierungsausschusses für christlich-jüdische Zusammenarbeit) eine Vierteljahreszeitschrift „Dialog – DuSiach/ christlich jüdische Informationen“.34) Entstehung dieser Zeitschrift geht auf Sr. Hedwig Wahle zurück. Mit der Nummer Null im Dezember 1990 begrüßte sie alle, die sich für den christlich-jüdischen Dialog interessierten. Ein wesentlicher Grund für die Entstehung dieser Zeitschrift war, dass sich nach und nach in allen österreichischen Bundesländern Institutionen gebildet hatten, die für den christlich-jüdischen Dialog eintraten. Die Zeitschrift sollte der Kommunikation zwischen den einzelnen Gruppen in Österreich dienen. Es sollte über Veranstaltungen, Tätigkeiten, aktuelle Themen berichtet, als auch Ankündigungen gemacht werden. Auch Bücher sollten vorgestellt werden. Sr. Hedwig Wahle appellierte an alle Kolleginnen und Kollegen in ganz Österreich, in Form von Artikeln diese Zeitschrift mitzugestalten.35) Dies funktionierte auch sehr gut. Bis zur Schließung der Ordensniederlassung der Sionsschwestern in Wien war Sr. Hedwig Herausgeberin der Zeitschrift „Dialog – DuSiach“ – sie verabschiedete sich im Juni 1991 mit der Nummer zwei. Die weiterlaufende Publikation der Zeitschrift übernahmen im Anschluss die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im KCJZ (Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit).


3. ANDERE AUFGABENBEREICHE UND PUBLIKATIONEN
Hedwig Wahle war Mitglied im Internationalen Rat der Christen und Juden und zwar als Vertreterin Österreichs. In Wien war sie Vorstandsmitglied der Aktion gegen den Antisemitismus, die 1955 mit dem Ziel entstand, gemeinsam gegen den neu aufflammenden Antisemitismus zu kämpfen.36)
Im Anschluss an das Konzilsdekret „Nostra Aetate“ war Sr. Hedwig Wahle 1966 an der Überprüfung und Erneuerung von katholischen Religionsbüchern beteiligt. In einer Arbeitsgruppe wurden die Inhalte auf judenfeindliche Äußerungen hin überprüft.37) Sr. Hedwig empfand dies als sehr mühsame Überzeugungsarbeit, vor allem deswegen, weil es kirchenpolitisch keine selbstverständliche Sache war. Sie blieb aber unermüdlich dabei.38)
Dazu bereitete sie zusammen mit Kurt Schubert, Otto Mauer und Erika Weinzierl eine Erklärung vor, die 1970 von der Wiener Diözesansynode ohne Gegenstimme angenommen wurde. Diese Erklärung enthielt eine für die damalige Zeit deutlichste Verurteilung des Antisemitismus. In ihr hieß es unter anderem:
„Existenz und Geschichte des Judentums des Judentums sind (nach Röm. 9-11) für die Christen ein Heilsmysterium, daher müssen die Christen die Existenz auch des heutigen Judentums heilsgeschichtlich verstehen. Mit sicherem Glauben halten wir fest, dass der Neue Bund in Christus die Verheißungen des Alten Bundes nicht außer Kraft gesetzt hat.“
Danach hat sich Sr. Wahle weiter für Änderungen beziehungsweise Verbesserungen des katholischen Religionsunterrichts eingesetzt. Ab 1975 arbeitete sie an der Erstellung neuer Lehrpläne mit.39)
1980 veröffentlichte sie das Buch mit dem Titel: „Das gemeinsame Erbe. Judentum und Christentum in heilsgeschichtlichem Zusammenhang.“ Es enthält einen Überblick über die Gemeinsamkeiten des Judentums und Christentums, die Geschichte des christlichen Antisemitismus, den jüdisch-christlichen Dialog und über die neuere Geschichte des Judentums.
Sechs Jahre später publizierte sie mit Alexander Ronai, einem aus Ungarn staunenden Wiener jüdischen Kaufmann: „Das Evangelium – ein jüdisches Buch? Eine Einführung in die jüdischen Wurzeln des neuen Testaments“40). Den Sinn dieses Buches erläutern die Autoren im Vorwort:
„Wir wollen helfen, indem wir dem nichtjüdischen Leser einige ,jüdische’ Stellen in den Evangelien erschließen, um ihm dadurch die Texte verständlicher zu machen. Dies können wir aber nur tun, wenn wir ihm gleichzeitig das Judentum von damals – aber auch das Judentum von heute – näherbringen“.41)
Hedwig Wahles Eltern wollten Memoiren schreiben. Beide starben allerdings, bevor sie dies konnten. Sr. Hedwig fand beim Ausräumen der Wohnung des Vaters alle Briefe, welche die Eltern seit 1945 erhalten hatten, sowie die Durchschläge der Antworten. Daraus verfasste Hedwig Wahle die Lebensgeschichte ihrer Familie: „Mutter, Vater, Bruder, ich. Geschichte einer Familie, die den Holocaust überlebte“. 1991 wurde dies in der Zeitschrift „Entschluss“ veröffentlicht.42)
Sr. Hedwig Wahle schrieb eine französische Version ihres Buches: „Das gemeinsame Erbe. Judentum und Christentum in heilsgeschichtlichem Zusammenhang“ – „Juifs et chrétiens en dialogue. Vivre d 'un heritage commun“. Es wurde 1997 veröffentlicht.

4. STIMMEN ZUR PERSÖNLICHKEIT SR. HEDWIG WAHLE
Ein langjähriger Kollege und Freund Ulrich Trinks meinte: „Schwester Hedwig war von brillanter Intelligenz geprägt und daher bemüht, Neues zu lernen und die neuen Einsichten auch unverzüglich umzusetzen.“34)
Trinks spricht auch von dem Nachdruck, mit dem Sr. Wahle ihre Meinungen und Erfahrungen vertrat. Weiters sagt er:
„Sie war gar nicht der Typ des oft von außen behaupteten Klischees einer, lieben, frommen, dienstbereiten 'Ordensschwester'. Sie war dies alles, aber ihr Naturell, viel mehr aber noch ihre Biografie, hatten sie in vielfältiger Weise unbedingt gemacht.“44)
Oft habe ich von Sr. Hedwigs Begabung im Umgang und in der Arbeit mit Menschen gelesen. Auch Ulrich Trinks erwähnt ihre volle Zuneigung und Freundlichkeit zu unzähligen Menschen, die bei ihr Rat und Hilfe suchten. In ihrer Arbeit im christlich-jüdischen Dialog bewies Hedwig Wahle oft großartigen Mut und scharfe Reaktion,
„wenn es um Anzeichen von Unverständnis oder gar Judenfeindschaft ging. Weil sie die Erneuerung einer christlichen Theologie und kirchlichen Praxis als konstitutiv für den christlichen Glauben überhaupt hielt, litt sie besonders unter der zähen Unbeweglichkeit gerade auch in der Umsetzung der konziliaren und nachkonziliaren Erkenntnisse in die kirchliche Praxis.“45)
Astrid Ingruber, eine Mitarbeiterin im KCJZ (Koordinierungsausschuss für christlich­jüdische Zusammenarbeit), schreibt in ihren Erinnerungen über Hedwig Wahle:
„Sr. Hedwig war eine sehr starke Persönlichkeit, eine Institution im christlich-jüdischen Gespräch, die durch ihren ungewöhnlichen Lebensweg authentisch agieren konnte und allseits respektiert wurde. Sie hatte viele Kontakte und es gab eine Reihe von Leuten, die um ihrer Person willen, alle von ihr organisierten Veranstaltungen besuchten und sie moralisch unterstützten. [...] Ihre Leitung des IDCIV zeichneten nicht nur Engagement und Zielstrebigkeit aus, sondern vielmehr eine tiefe Liebe zu diesem Aufgabenbereich, die jeder spürte, der mit ihr zu tun hatte, und der wohl auch ihr Charisma ausmachte.“46)
Auch Markus Himmelbauer, der jetzige Geschäftsführer des KCJZ, erzählte mir von der Ausstrahlung und dem Engagement, die in Sr. Wahles Persönlichkeit lagen, und welche das Besondere an ihr waren. Er meinte allerdings, es wären nicht ihre Publikationen, die diese Originalität und diesen Geist atmen und ausstrahlen würden. Er bezeichnet ihre Schriften als solid, die Vorgefundenes referieren würden, aber kaum eigenständig originell seien. Er empfände sie etwas verstaubt im Stil der siebziger Jahre. Er sagte, es sei die Persönlichkeit, die Vermittlungsfähigkeit von Sr. Hedwig, die persönliche Überzeugungskraft Initiativen zu setzen, die sie zum Leben gebracht hätte.
Astrid Ingruber betonte, neben der Ernsthaftigkeit, mit der Sr. Hedwig Wahle arbeitete, auch ihre Fröhlichkeit, ja Ausgelassenheit und Jugendlichkeit. Damit schaffte sie es „ganz natürlich eine Brücke zur nächsten Generation zu bauen.“47) Beispielsweise berichtet Ingruber von einer Schneeballschlacht unter ehemaligen Schülerinnen von Sr. Wahle, an der sie sich unter Gelächter spontan beteiligte.48)
Von vielen Menschen wurde Sr. Hedwig Wahles Organisationstalent gerühmt. Dies hob einer ihrer guten Bekannten Kurt Bergmann hervor:
„Sr. Hedwig lud monatlich zu Vorträgen in der Burggasse ein, ich bewunderte ihr Organisationstalent, denn sie plante immer ein Jahr voraus und es gelang ihr, die interessantesten Leute von Nah und Fern einzuladen.“49)

5. SCHLUSSWORT
Ich denke, Sr. Hedwig Wahle war die richtige Kontaktperson für Menschen, so wie mich, die beginnen sich für den christlich-jüdischen Dialog zu interessieren. Ich habe sie nicht persönlich gekannt. Und doch wage ich zu sagen, so wie die Menschen, deren Erinnerungen ich gelesen oder gehört habe, dass Sr. Hedwigs Stärke in ihrer Persönlichkeit und ihrer Fähigkeit zu vermitteln lag.
Einen Tag lang habe ich auf Einladung das KCJZ in Wien besucht. Es war interessant zu sehen, nachdem ich bereits davon gelesen hatte, wie Hedwig Wahle das KCJZ eingerichtet hatte. Der Großteil wurde so belassen, wie sie es geschaffen hatte. Sehr eindrucksvoll war für mich die Bibliothek oder die Nummer Null der Zeitschrift Dialog-Du Siach, die sie herausgegeben hat, oder ihre Arbeitsblätter, die sie zur Vermittlung des Judentums ausgearbeitet hat. Diesbezüglich denke ich, dass sie große pädagogische und didaktische Fähigkeiten hatte. Arbeitsblätter über „Lebensrhythmus der Juden“, „Die hochheiligen Tage“ oder „Zeremonialgegenstände“ bestätigen mir diesen Eindruck.
Nicht zuletzt war ich von der Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der im KCJZ tätigen Menschen begeistert. Ich denke, Sr. Wahle hat sich dort früher auch so verhalten.
Vor meinem Besuch in Wien habe ich mich bereits intensiv mit der Persönlichkeit Sr. Hedwig Wahle befasst, mit ihren Aktivitäten, ja mit ihrem Lebensweg. Daher bildeten die Eindrücke, die das KCJZ dann auf mich gemacht hat, so etwas wie eine Abrundung in meiner Arbeit zur Person Sr. Hedwig Wahle.

BIBLIOGRAPHIE
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• Das Problem der rabbinischen Anthropologie. Dissertation, Wien 1971.
• Das gemeinsame Erbe. Judentum und Christentum in heilsgeschichtlichem Zusammenhang. Innsbruck 1980. (ins Polnische übersetzt von Zofia Kowalska: Wspólne Dziedzictwo. Judaizm, chrzescijánstwo w kontekscie dziejów zbawienia, Tarnów 1993).
• Zusammen mit Ronai Alexander: Das Evangelium – ein jüdisches Buch? Eine Einführung in die jüdischen Wurzeln des Neuen Testaments. Freiburg-Basel-Wien 1986.
• Rabbinische Gleichnisse und die Gleichnisse Jesu. IDCIV-Vortrag Nr. 3, Wien, Juni 1986.
• Das I.D.C.I.V. Entstehen und Wirken des Informationszentrums im Dienste der christlich­jüdischen Verständigung. IDCIV-Vortrag Nr. 9, Wien 1987.
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• Was können wir tun für ein „Nie wieder“? In: CPB 102 (1989), Nr. 3, S. 149 - 150.
• Sion in Wien von 1945 bis heute. In: Elternverein der VS-Notre Dame de Sion (Hg.), 100 Jahre Notre Dame de Sion 1989-1998, Wien 1989, S. 89-98.
• 25 Jahre nach der Konzilserklärung „Nostra Aetate“ §4. IDCIV-Vortrag Nr. 31, Wien 1990.
• Der christlich-jüdische Koordinierungsausschuss und sein Werden. In: CPB 104 (1991), Nr. 6, S. 299 - 302.
• Katechese und Judentum. In: CPB 100 (1997), Nr. l, S. 3 - 7.
• Christliche-jüdische Zusammenarbeit. In: TRE, 8. Bd., 1997, S. 64 - 68.
• Juifs et chrétiens en dialogue. Vivre d'un heritage commun, Brüssel, 1997.
• Zusammen mit Kurt Bergmann, Das synagogale Gebet am Freitag Abend, Textheft Deutsch und Hebräisch, Wien, o.J.


QUELLEN- UND LITERATURVERZEICHNIS
 http://www.jcrelations.net/de/?id=839

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Behnen Michael, Reichskristallnacht. In: Lexikon der deutschen Geschichte. Personen, Ereignisse, Institutionen. Von der Zeitwende bis zum Ausgang des 2. Weltkrieges. Stuttgart 1979, S. 999.

Bergmann Kurt, „Eine wunderbare Zusammenarbeit“. In: Dialog-Du Siach. Christlich­-jüdische Informationen Nr. 45. Wien 2001, S. 5-7.

Bsteh Andreas, Nostra Aetate. In: LThK, 7. Bd., 31998, Sp. 916. Frank Karl Suso, Sion (Jerusalem). In: LThK, 9. Bd., 32000, Sp. 627.

Ingruber Astrid, „Ich wurde liebevollst aufgenommen“. In: Dialog-Du Siach/ christlich­Jüdische Informationen Nr. 45. Wien 2001, S. 3 - 5.

Loidl Franz, Geschichte des Erzbistums Wien. Wien 1983.

Pirmetshofer Bruno, Gesellschaft der Freunde. In: LThK, 3. Bd., 31995, Sp. 577.

Pionierin des jüdisch-christlichen Dialogs gestorben. In: Kathpress-Tagesdienst Nr. 195 (25.8.2001) S. 4.

Ronai Alexander, Wahle Hedwig, Das Evangelium – ein jüdisches Buch? Eine Einführung in die jüdischen Wurzeln des Neuen Testaments. Freiburg-Basel-Wien 1986.

Taddey Gerhard, Antisemitismus. In: Lexikon der deutschen Geschichte. Personen, Ereignisse, Institutionen. Von der Zeitwende bis zum Ausgang des 2. Weltkrieges. Stuttgart 1979, S. 48.

Trinks Ulrich, „Siehe, ich habe dir geboten, dass du getrost und freudig seist“ (Jos.I,9). In: Dialog-Du Siach. Christlich-Jüdische Informationen Nr. 45. Wien 2001, S. 7-11.

Wahle Hedwig, Das I.D.C.I.V. Entstehen und Wirken des Informationszentrums im Dienste der christlich- jüdischen Verständigung. IDCIV-Vortrag Nr. 9. Wien 1987.

Wahle Hedwig, Christlich-jüdische Zusammenarbeit. In: TRE, 8. Bd., 1997, S.65.

Wahle Hedwig, Das gemeinsame Erbe. Judentum und Christentum in heilsgeschichtlichem Zusammenhang. Innsbruck 1980.

Wahle Hedwig (Hg.), Willkommen zu unserer neuen Zeitschrift. In: Dialog – DuSiach. Christlich-Jüdische Informationen Nr. O. Wien 1991.

Wahle Hedwig, Mutter, Vater, Bruder, ich. Geschichte einer Familie, die den Holocaust überlebte. In: Entschluss, 46. Jg,1991, Heft 5, S. 5-31.

Die Abkürzungen der Literatur erfolgen nach dem Internationalen Abkürzungsverzeichnis für Theologie und Grenzgebiete: Schwertner Siegfried M., TRE. Abkürzungsverzeichnis, 21994.
 
ANMERKUNGEN
1) Ich werde von Anna Wahle (ihrem Kindernamen) sprechen bis zu dem Zeitpunkt, an dem sie in den Orden eintrat; erst danach spreche ich von Sr. Hedwig Wahle.
2) Nürnberger Gesetze
3) Wahle, Familie, S.7
4) Ebd.
5) Behnen, Anschluss Österreich.
6) Behnen, Reichskristallnacht.
7) Primetshofer, Gesellschaft der Freunde.
8) Wahle, Familie, S. 9.
9) Ebd., S. 10.
10) Ebd., S. 7-10.
11) Ebd., S. 26.
12) Ebd., S. 27-30.
13) Ebd., S. 30.
14) Ebd.
15) Frank, Sion (Jerusalem).
16) Wahle, Familie, S. 30
17) Wahle, Informationszentrum, S. 9
18) Loidl, Erzbistum, S. 330
19) Wahle, Familie, S. 31. lebt
20) Lt. Elektr. Mitteilung von Sr. Anne Denise: Sr. Colette arbeitete neben der Generaloberin im Mutterhaus Paris
21) http://www.christenundjuden.org/de/?id=93
22) Ebd.
23) Bergmann, Zusammenarbeit, S. 5
24) http://www.christenundjuden.org/de/?id=93
25) Pionierin
26) Bsteh, Nostra Aetate
27) Wahle, Informationszentrum, S. 9
28) Ebd., S. 9f
29) Taddey, Antisemitismus
30) Wahle, Informationszentrum, S. 14 - 15
31) Ebd., S.17-19
32) Ebd., S. 16
33) Adunka, Dialog, S. 34
34) Ebd., S. 35
35) Wahle, Willkommen, S. l
36) Wahle, Christlich-jüdische Zusammenarbeit, S. 65
37) http://www.christenundjuden.org/de/?id=93
38) Trinks, „Siehe, ich habe dir geboten“, S. 8
39) http://www.christenundjuden.org/de/?id=93
40) http://www.christenundjuden.org/de/?id=93
41) Ronai, Wahle, Evangelium, S. 10
42) Wahle, Familie, S. 5
43) Trinks, „Siehe, ich habe dir geboten“, S. 8
44) Ebd., S. 9
45) Ebd., S. 9
46) Ingruber, „Ich wurde von ihr liebevollst aufgenommen“, S. 3-4
47) Ebd., S.4
48) Ebd.
49) Bergmann, Zusammenarbeit, S.5

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