JUDENTUM - HERZ DES CHRISTLICHEN GLAUBENS

Großrussbach. Am 12. Jänner 2012 fand im Bildungshaus Schloss Großrußbach ein Vortrag unter dem Titel "Was Christen vom Judentum wissen sollten" statt. Der Religionspädagoge Markus Himmelbauer führte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die Welt des Judentums ein. Vor allem zeigte er die Bedeutung des jüdischen Glaubens für die christliche Identität auf.
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Das Christentum und das heutige Judentum sind in derselben Epoche entstanden und haben auf unterschiedliche Weise die Tradition des Tanach aktualisiert: im Christentum durch den Focus der Person Jesu aus Nazareth, im Judentum nach der Zerstörung des Jerusalemer Tempels erneuert in der pharisäischen, rabbinischen Richtung. Beide Bekenntnisse haben eine ganz besondere Beziehung zueinander. Für Christinnen und Christen heute gelte es, eine positive Beziehung zu den Kernelementen jüdischen Selbstverständnisses zu finden. Sie bildeten auch das Herz des Glaubens Jesu: Das Bekenntnis zum einen Gott und die bleibende Erwählung seines Volkes Israel, die Gabe der Tora und die Verheißung des Landes.

Der Abend war Teil der Vorbereitung auf die große Vikariatswallfahrt ins Heilige Land im August dieses Jahres. Zusätzlich hatten die Besucherinnen und Besucher des Abends die Möglichkeit, die Ausstellung "Glück auf Raten" zu besichtigen. Diese Ausstellung befasst sich mit dem Leben von Leon Askin und seiner jüdischen Identität. Bei einem gemütlichen Glas Wein stand Markus Himmelbauer noch für Fragen und Gespräche bereit und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten im Schatten der Ausstellung den jüdischen Glauben und die jüdische Kultur einatmen. Das Bild zeigt v.l.n.r.: Markus Himmelbauer, Anita Askin-Wicher und Bildungshaus-Leiter Franz Knittelfelder.

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