Bibelpfad

30. September 2022

Programm:
14.30-16.30 Uhr: Bibel jüdisch lernen
(Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusamennarbeit)

"Esra, der Priester, brachte die Weisung vor die Gemeinschaft, so Männer wie Frauen, und all jeden, der im Zuhören erfaßt."
Referent Rabbiner Dr. Walter Rothschild erklärt Nehemia 8.


Jesuitenkommunität Wien I., Dr.-Ignaz-Seipel-Platz 1
Arrupe-Saal.

Weitere Infos: https://www.bibelwerk.at/bibelpfad

Ein Gastkommentar

In einer Psycho-„Ferndiagnose“ bezeichnete Monika Wogrolly im Magazin News den ukrainischen Präsidenten Selenskyj unter anderem als „Vampir“, der „lügt und blendet“.

Dieser News-Artikel ist hochgradig antisemitisch
1987 stellte ein Politiker fest: „Solange nicht bewiesen ist, dass er (Waldheim) eigenhändig sechs Juden erwürgt hat, gibt es kein Problem.“ Er blieb noch Jahre Obmann des NR-Justizausschusses. 2015 polemisierte ein Theologe in Kirchenzeitungen gegen Pharisäer. Seine Antwort auf Kritik: „Ich habe doch eh nicht Juden gesagt.“ Noch heute werden in Wien „Pharisiäer“ zum Konsumieren angeboten. Die Verantwortlichen der Kirche St. Johann Kapistran, Wien 20., preisen ihren Kirchenpatron als „wahren Europäer“ und verweigern die Auseinandersetzung mit dessen Judenfeindlichkeit und Verantwortung u.a. für das Pogrom in Breslau im Jahre 1453. Die Anti-Corona-Demos sind ein Forum für Antisemitismus.
Auch wenn offener Antisemitismus in Österreich heute nicht mehr gesellschaftsfähig ist, steigen zugleich antisemitische Vorfälle. Jetzt soll, statt sich medienethisch darüber zu verständigen, strafrechtlich entschieden werden, was als antisemitisch einzustufen ist. Damit könnten strafrechtlich nicht fassbare antisemitische Praktiken noch mehr verharmlost werden.mehr …

Schawuot und Pfingsten

In Kürze werden die Feste Schawuot und Pfingsten gefeiert. Christen und Juden feiern das jeweilige Fest 50 Tage nach Pessach bzw. Ostern. Doch was ist der Anlass zum Feiern und welche Bräuche pflegen Angehörige der beiden Religionen? Yuval Katz-Wilfing und Ferenc Simon klären die wichtigsten Fragen zu den Feiertagen in unserem neuen Video.

Gottesbild und Menschenbild im Judentum

In der Reihe der interreligiösen Kamingesprächen widmet sich der Religionswissenschafter und Judaist Juval Katz-Wilfing der Frage nach Gottes- und Menschenbild im Judentum. Er leitet den jüdisch-christlichen Koordinierungsausschuss in Wien.

Es ist der 9. November. Bereits ist es dunkel geworden. Vor 83 Jahren ereignete sich im ganzen deutschen Reich – auch Österreich gehörte dazu – die Reichspogromnacht. Synagogen und jüdische Häuser wurden zerstört. Juden und Jüdinnen wurden getötet. Aus dem Saal der evangelischen Gemeinde unter der Pauluskirche in Feldkirch dringt Licht. Es haben sich zahlreiche Menschen unterschiedlichen Alters und aus unterschiedlichen Religionen und christlichen Konfessionen versammelt. „Die jüdische Stimme fehlt im Dialog“ betonte Pfr. Margit Leuthold in ihrer Begrüßung zum interreligiösen Kamingespräch. „Um so mehr sind wir froh, dass wir im Rahmen des interreligiösen Kamingespräches zu einem gemeinsamen Lernen mit Texten aus der jüdischen Tradition zum Gottesbild und Menschenbild einladen dürfen“.mehr …

MAIMONIDES LECTURES

4.–5. MAI 2022 FESTSAAL DER KARL LANDSTEINER PRIVATUNIVERSITÄT FÜR GESUNDHEITSWISSENSCHAFTEN (KL) DR.-KARL-DORREK-STRASSE 30 3500 KREMS AN DER DONAU

14. SYMPOSION
GLAUBE, WISSENSCHAFT, ABERGLAUBE:
HEALTH UND MENTAL HEALTH UND DIE ABRAHAMITISCHEN RELIGIONEN


KEYNOTE LECTURE
MEDIZIN: EVIDENZ-BASIERT? ABERGLAUBE? SCHARLATANERIE?

HELMUT DENK
Altpräsident der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Präsident von 2009 bis 2013 und Medizinische Universität Graz

Die „Maimonides Lectures“ sind eine gemeinsame Unternehmung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW), folgender Abrahamitischer Religionsgemeinschaften: Altkatholische Kirche, Bulgarisch-Orthodoxe Kirche, Evangelische Kirche A. u. H.B., Evangelisch-methodistische Kirche, Griechisch-Orthodoxe Kirche, Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich, Israelitische Kultusgemeinde Wien, Koptisch-Orthodoxe Kirche, Römisch-Katholische Kirche, Rumänisch-Orthodoxe Kirche, Serbisch-Orthodoxe Kirche, Syrisch-Orthodoxe Kirche, sowie der Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften (KL) dank der Förderung und unter der Schirmherrschaft des Amtes der Niederösterreichischen Landesregierung. Als Unterstützer/innen des Projektes sind ferner die Kirchlich-Pädagogische Hochschule Wien-Krems und der Christlich-Jüdische Koordinierungsausschuss in Österreich zu nennen. „Die Maimonides Lectures“ etablieren somit kooperative, nachhaltige Forschung auf Exzellenzniveau.

Die „Maimonides Lectures“ werden vom Land Niederösterreich und den Abrahamitischen Religionsgemeinschaften Österreichs gefördert.

Programm hier…

Grußwort zum Pessachfest 5782 und zum Osterfest 2022

Sehr geehrte Damen und Herren,
der Vorstand des Koordinierungsausschusses für christlich-jüdische Zusammenarbeit überbringt Ihnen in diesem Jahr unsere gemeinsamen Grüße zum Pessachfest 5782 und zum Osterfest 2022.
Vom Krieg in der Ukraine sind wir gemeinsam betroffen und betrauern die um ihr Leben gebrachten Menschen. Wir beklagen das Leid der Verwundeten und Vertriebenen und sind dankbar für die große Hilfsbereitschaft und Solidarität mit ihnen. Es ist ein starkes Zeichen der Hoffnung inmitten von Gewalt und Tod. Wir erleben, wie ausgeliefert wir der militärischen Aggression sind und wie verbunden wir sind in deren Ablehnung und Abwehr. Dieser Krieg widerspricht dem Schalom, dem verheißenen Frieden, für den wir uns gemeinsam einsetzen. Wir sind empört über die missbräuchliche Verwendung des Begriffs „Entnazifizierung" und beten gemeinsam mit Menschen aller Glaubensrichtungen um Frieden.
Wenn beim Pessach-Seder aus der Haggadah gelesen wird „In jeder Generation soll der Mensch sich betrachten, als wäre er selbst aus Ägypten gezogen“, wird diese Aufforderung wohl nicht nur von Tischgenossen mit Wurzeln in der Ukraine viel realer als in anderen Jahren wahrgenommen werden.
Wenn die jüdische Gemeinschaft Pessach feiert, dann erinnert das auch Christinnen und Christen daran, wie der Ewige sein Volk aus der Sklaverei in die Freiheit geführt hat.
Wenn Christinnen und Christen in der Osternacht die Auferstehung von Jesus feiern, dann erinnern sie daran: Die Liebe ist stärker als der Tod, Gott befreit aus Angst.
Dass Sie, mit Ihren Familien und Ihrer Gemeinschaften in diesem Jahr ein Fest der Hoffnung und des Widerstandes gegen Entzweiung, Gewalt und Hass, ein Fest des Lebens, ein Fest der Befreiung zum Leben feiern mögen, wünschen wir Ihnen.
Wir wünschen den Jüdinnen und Juden zum Fest der Freiheit „pessach kascher wesameach“ und den Christinnen und Christen ein gesegnetes Osterfest.
Möge die Liebe und Barmherzigkeit des Ewigen uns und alle Menschen in die Freiheit und zum Frieden führen.


Dr. Willy Weisz, Vizepräsident
Dr. Margit Leuthold, Vizepräsidentin
Dr. Martin Jäggle, Präsident
Dr. Yuval Katz-Wilfling, Geschäftsführer

Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg erhielt Auszeichnung

Ehrenmitglied des Koordinierungsausschusses für christlich-jüdische Zusammenarbeit
Übergabe der Urkunde am 14. März 2022 beim Konzert der Gruppe Schalom - Extendedmehr …

Gedenken an Wiener Gesera und Opfer des Ukraine-Krieges

Ermordung und Vertreibung der Juden im Herzogtum Österreich vor 600 Jahren zählt zu den dunkelsten Kapiteln der Geschichte Österreichs - Koordinierungsausschuss-Präsident Jäggle: "Das folgenreiche Zusammenspiel von Politik, Kirche und Theologie, das zur Wiener Gesera geführt hat, erleben wir jetzt im Krieg gegen die Ukraine wieder"
mehr …

Kurt-Schubert-Gedächtnispreis für Altabt von Pannonhalma

"Forum für Weltreligionen" würdigte Verdienste Bischof Varszegis um Ökumene, Frieden und interreligiöse Verständigung - Eisenstädter Bischof Zsifkovics: "Jeder, der aggressiv, menschenverachtend und unberechenbar agiert, ist einer zu viel"
mehr …

Das erste Mal hat die Gemeinde St. Ruprecht nach über 30 Jahren die Synagoge besucht

Prof. Martin Jäggle hat da die Brücke geschlagen, über die sie mit großem Erfolg gegangen sind.
Dem Besuch ging ein Gottesdienst voraus, bei dem er die Predigt hatte. https://www.ruprechtskirche.online/19-2-2022
https://www.ikg-wien.at/nachrichten/interview-zum-tag-des-judentums-antisemitismus-heute
https://www.ikg-wien.at/nachrichten/interreligioese-veranstaltung-namen-g-ttes