GEDENKVERANSTALTUNG GEGEN GEWALT UND RASSISMUS IM GEDENKEN AN DIE OPFER DES NATIONALSOZIALISMUS

Wien. Am Montag, den 9. Mai fand im historischen Sitzungssaal des Parlaments die jährliche Gedenkveranstaltung gegen Gewalt und Rassismus im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus statt. Der Präsident des Bundesrates Josef Saller eröffnete die Veranstaltung mit der Bemerkung, dass im Alter das Langzeitgedächtnis in den Vordergrund treten würde; ebenso verhielte es sich mit dem Gedächtnis der Republik Österreich. In seiner Jugend wurde die noch kurz zurückliegende Erinnerung an die NS-Zeit größtenteils ignoriert und übergangen. Erst seit einigen Jahren halten engagierte junge und alte Menschen das Gedenken an die Schoah wach.
Die Präsidentin des Nationalrats Doris Bures mahnte Besorgnis ein, wo Intoleranz und Ausgrenzung zu beobachten sind. Sie begrüßte auch ganz besonders den noch

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amtierenden Bundespräsidenten Heinz Fischer, der während seiner gesamten Amtszeit nur ein einziges Mal nicht persönlich zur Gedenkveranstaltung erschienen war.
Höhepunkt war das Gespräch der Direktorin des Jüdischen Museums Wien, Danielle Spera, mit dem Zeitzeugen Hofrat Marko Feingold. Der 103-jährige beantwortete die sensibel gewählten Fragen mit der ihm eigenen Kraft und Klarheit. Am Ende stand seine klare Botschaft: „Keine Diktatur! Weder von links, noch von rechts, noch von der Religion.“
Umrahmt wurde die Gedenkveranstaltung von der Sängerin und Schauspielerin Anne Bennet und ihrem Mann, dem Akkordeonspieler und Kabarettisten Otto Lechner. Sie verarbeiteten Gedichte und Lieder von Paul Celan, Selma Meerbaum-Eisinger und Ilse Aichinger.

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